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Region|23.12.2018

Aescher wieder in guten Händen

Nachdem der National Geographic das Gasthaus Aescher auf der Titelseite als «Schönstes Restaurant der Welt» adelte, drohte dem alten Gebäude der Kollaps. Gut gemeint ist manchmal doch das Gegenteil von gut.

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Nachdem der National Geographic das Gasthaus Aescher auf der Titelseite als «Schönstes Restaurant der Welt» adelte, drohte dem alten Gebäude der Kollaps. Gut gemeint ist manchmal doch das Gegenteil von gut.

Die Infrastruktur des alten Gebäudes gab nach, als plötzlich immer mehr Menschen kamen. Vor dem offenen Schlafzimmerfenster des Wirtepaares Nicole und Bernhard Knechtle sirrten im Morgengrauen sogar Drohnen. Schlagzeilen aus dieser Zeit: «Opfer des eigenen Erfolgs» aber auch «Was für eine beispiellose Arroganz». Die Wirte beendeten nach 31 Jahren eine Familientradition. Zu wenig Platz, Wasser- und Stromversorgung mangelhaft, es gab und gibt viel zu tun für den Besitzer, die Wildkirchli-Stiftung. Die Planung dafür ist auch abgeschlossen. Aber die Knechtles halten es für zu wenig. Die logistischen Schwierigkeiten bleiben auch nach den Umbauarbeiten bestehen.

Verständnislose Gäste

Das «Tagblatt» schreibt: Eine Wan­dergruppe aus dem nahen Ausland bestellt eine Runde Bier. «Das ist aber ziemlich teuer», findet der eine. Man möchte aufstehen und den Leuten erklären, dass jede Flasche «Quöllfrisch» mühsam per Luftseilbahn geliefert werden muss. Dass Getränke und Lebensmittel wegen der Infrastruktur in der Höhle beim Wildkirchli gelagert werden.
Die Gäste sind andere, als jene, für die das Gasthaus einst ausgelegt war. Viele von ihnen kommen mit der Seilbahn, Turn- statt Bergschuhe. Und einige von denen beschweren sich nach dem Besuch in den sozialen Medien, weil sie keinen Sitzplatz bekommen haben.

Wieder ein Knechtle

In Bühler AR gibt es die Pfefferbeere AG. Dort nennt sich der Geschäftsführer, Gallus Knechtle, Regisseur. Eventgastronomie ist das Geschäftsfeld Knechtles und seiner Projektleiterin Melanie Gmünder. Im kommenden Sommer starten die beiden oben auf dem Alpstein. Für die nächsten zehn Jahre haben sie das Aescher gepachtet. Das klassische Wirte­paar, welches mit Kindern auf den Alpstein zieht, sind sie allerdings nicht. Sie haben eine Firma hinter sich, ein Team und freie Mitarbeiter. Ein wesentlicher Unterschied wird sein, dass die beiden nicht ununterbrochen auf dem Berg sein werden. Mehrere Mitarbeiter werden sich abwechseln und es wird freie Tage für alle geben.
Einfacher als für die Vorgänger wird es vorerst nicht. Die dringend nötigen Umbauarbeiten werden nicht vor Saisonbeginn starten. Bis dahin müssen auch sie mit dem klarkommen, was derzeit zur Verfügung steht. (sw)

(sw)

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