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Region|24.12.2018

Der Weihnachtsstern

Vielleicht sah der Stern, der die drei Heiligen Könige nach Bethlehem führte, so aus wie der Komet 46P/Wirtanen. Man weiss es nicht.

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Vielleicht sah der Stern, der die drei Heiligen Könige nach Bethlehem führte, so aus wie der Komet 46P/Wirtanen. Man weiss es nicht.

 Man weiss es nicht. Eine riesige Wolke aus Staub und Gas umgibt ihn. Als 46P am vergangenen Sonntag der Erde sehr nah kam – immerhin bis auf 11 Millionen Kilometer – war er im Dunkeln gut zu sehen. Aber leider nur dort, wo der Himmel klar war. Und das war bei uns nicht der Fall.
Der dunkle Kometenkern hat einen Durchmesser von etwa 1,2 Kilometern. Er besteht aus gefrorenen Gasen, Ammoniak und Staub. Durch die Nähe zur Sonne taut ein Teil seiner Masse und bildet den grünen Schweif, der zu sehen war.
Nun, in der Vollmondphase, wird 46P nicht gut zu erkennen sein. Möglicherweise ergibt sich am Jahresende noch einmal die Chance, einen Blick auf ihn zu werfen. In der Antike galten Kometen nicht als Heilsboten, sondern waren mit Unheil verbunden. Danach wird der Komet wieder in den Weiten des Weltalls verschwinden. Seit seiner Entdeckung im Jahr 1948 war er der Erde nicht mehr so nah wie jetzt.

Gleich wie in Bethlehem?

In der Antike galten Kometen nicht als Heilsboten, sondern waren mit Unheil verbunden. Warum sollte so ein Himmelskörper die Ankunft eines neuen Königs verkünden? Als Weihnachtsstern infrage kä­-me nur der Halleysche Komet, aber dieser war nur im Jahr zwölf vor Christus zu sehen. Jesu Geburt wird jedoch heute auf das Jahr sieben bis vier vor Christus datiert. Dieser Komet kann also nicht der Stern von Bethlehem gewesen sein.
Im späten Mittelalter kam eine andere Weihnachtsstern-Theorie auf: Danach sollten zwei Planeten bei Christi Geburt gemeinsam wie ein Stern gestrahlt haben. (sw)

(sw)

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