(Screenshot:YouTube)
Multimedia
International|07.01.2019

Ein Jahresrückblick ohne echte Highlights

Ein echter Flop für YouTube, die Betreiber der Plattform haben aktuell das unbeliebteste Video aller Zeiten hochgeladen. Damit zeigt sich, dass sie selbst nicht wissen, was ihre Nutzer eigentlich wollen.

(Screenshot:YouTube)

Ein echter Flop für YouTube, die Betreiber der Plattform haben aktuell das unbeliebteste Video aller Zeiten hochgeladen. Damit zeigt sich, dass sie selbst nicht wissen, was ihre Nutzer eigentlich wollen.

Alle Jahre wieder, veröffentlicht YouTube einen Jahresrückblick in Videoform. Das hochwertig produzierte Video ist eigentlich ein Dankeschön an die Community und soll die Highlights des Jahres nochmals aufbereiten. Das achtminütige Video wurde am 6. Dezember veröffentlicht und bereits 140 Millionen Mal aufgerufen, eigentlich eine sehr gute Bilanz, wäre es nicht auch in kürzester Zeit mit rund 13 Millionen negativen Bewertungen zum unbeliebtesten Video der Plattform gekürt worden. Lange Zeit führte der kanadische Superstar Justin Bieber mit seinem Musikvideo zu «Baby» die Liste an. Sein Musikvideo wurde bereits 2010 veröffentlicht und verzeichnet in der Zwischenzeit rund zwei Milliarden Aufrufe.

Beide Videos haben dabei ein ähnliches Schicksal, die Mob-Mentalität auf YouTube. Schliesslich forderten ein Teil der Community lautstark in diversen Kommentarspalten andere Nutzer dazu auf, den Jahresrückblick negativ zu bewerten. Dabei wird das Kriegsbeil mit Justin Bieber sogar zwischenzeitlich begraben, um noch schneller das Video auf Platz eins zu katapultieren. Dies ist der Community nun auch gelungen. Grund für den Ärger ist übrigens, dass der Rückblick nicht wirklich seine Community widerspiegelt. Die grössten ­Themen, welche die Plattform das letzte Jahr beschäftigt haben wurden nicht thematisiert. Darunter sind beispielsweise der Abonnentenkrieg zwischen PewDiePie und T-Series und ein Boxkampf zweier YouTuber der rund zwei Millionen Zuschauer hatte. Anstatt dessen wird das Video von Hollywoodstar Will Smith und K-Pop dominiert.

Die Community setzte mit dieser ­Aktion ein klares Zeichen an ­YouTube, die nach eigenen Aus­sagen gelernt haben, wie schwierig es sein kann, Inhalte zu produzieren. (lk)

(lk)

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