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International|29.01.2019

Der beste Grappa der Welt

Grappa ist ein hochprozentiger Branntwein, der in Italien, vorrangig im Norden des Landes, hergestellt wird. Gewonnen wird der Grappa, indem er direkt aus Trester destilliert wird. Aber welcher ist der Beste von allen?

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Grappa ist ein hochprozentiger Branntwein, der in Italien, vorrangig im Norden des Landes, hergestellt wird. Gewonnen wird der Grappa, indem er direkt aus Trester destilliert wird. Aber welcher ist der Beste von allen?

Grappa gehört, wenn man es genau nimmt, zu den Spirituosen, die weltweit am wenigsten getrunken werden – aber nicht, weil er nicht beliebt ist. Das liegt vielmehr daran, dass die hergestellte Menge begrenzt ist, die Bestimmungen zur Herstellung streng sind und die Produktion einen hohen Aufwand bedeutet. In der Spirituosenverordnung der EG ist festgelegt, dass der Branntwein mit der Bezeichnung «Grappa» ausschliesslich in Italien produziert werden darf. Grappa wird der Gruppe des Tresterbrands zugeordnet, da er direkt aus einer alkoholhaltigen Substanz destilliert wird und über einen geringen Zuckergehalt sowie einen hohen Alkoholgehalt verfügt.

Die Herstellung von Grappa ist nicht ganz einfach und setzt ein gewisses Mass an Erfahrung sowie die richtige Technik voraus. Nach dem komplizierten Destillationsvorgang entsteht so aber ein Geschmack, der unverwechselbar ist. Der Trester, der aus den festen Bestandteilen der Trauben besteht, nämlich Schalen, Kämmen und Kernen, bestimmt massgeblich die Qualität des Grappas. Er bleibt übrig, wenn Wein oder Most gekeltert wurde. Der grösste Teil der Geschmacksstoffe steckt dabei in den Traubenschalen. Ist ein Grappa fertig destilliert, wird er in versiegelten Behältern gelagert, bis er strenge Analysen und Reinheitsprüfungen der Laboratorien des Zolls durchlaufen hat. Einige der besten Grappa-Destillerien in Italien befinden sich in Piemont, Venetien oder auch der Toskana. Es gibt allerdings einen Grappa, der von Freunden dieser Spirituose ganz besonders bevorzugt wird – nämlich der des legendären Grappa-Produzenten Romano Levi. Hergestellt wurde er viele Jahre lang in der 1925 gegründeten Destilleria Levi Serafino in Neive im Piemont.

Warum der Grappa dieser Brennerei so beliebt ist, hat einen ganz bestimmten Grund: Levi verwendete nur Trester der besten Winzer des Piemont und brannte seinen Tropfen ganz individuell, mit traditioneller Technik und viel Erfahrung. Heraus kam ein Grappa, der mindestens 50 Prozent Alkohol aufwies. Von besonderer Qualität war aber nicht nur der Geschmack von Levis liebevoll kreierter Spirituose, sondern auch die Etiketten der Flaschen. Jedes von ihnen beschriftete der Meister von Hand und versah es mit kunstvollen Motiven. Das bekannteste ist die «Donna Selvatica», für das Sammler heute bis zu 700 Franken bezahlen, wenn sie eine entsprechende Flasche ausfindig machen. Leider verstarb der Grappa-Spezialist im Jahr 2008.

Wie Sie Grappa richtig geniessen

Auch wenn der legendäre Meister des Grappas bereits verstorben ist, brauchen Sie diesem Getränk nicht abzuschwören, denn es stehen weiterhin viele Sorten zur Auswahl, die zu vielen verschiedenen Situationen passen. Nach einem guten Essen zum Beispiel. Dafür eignet sich vor allem eine leichte und fruchtige Sorte, die bei 8 bis 10 Grad Celsius serviert werden sollte. Ein Brauch ist es auch, Gästen in der Mitte eines umfangreichen Mahls ein Gläschen einer älteren, kräftigeren Sorte anzubieten, die mindestens sechs Monate im Holzfass und anschließend sechs weitere Monate luftdicht abgeschlossen gelagert wurde – das fördert die Ver­dauung. Hier raten Kenner zu einer Serviertemperatur von 16 bis 18 Grad. Denken Sie aber daran: Bis der Grappa nach dem Zeitpunkt des Einschenkens getrunken wird, erwärmt er sich noch um einige Grad. Sie sollten allerdings nicht nur auf die richtige Temperatur des Grappas achten, sondern auch die richtigen Gläser bereitstellen. Bevorzugen Sie dabei leichte, tulpenförmige Kristallgläser, die etwa 60 bis 120 Milliliter fassen.

(pb)

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