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Der Bündner Chris Bluemoon veröffentlicht nach seiner Single «Wunderschön» auch das Album «Ziitlos». (Foto: ZVG)
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Region|03.07.2020

Neue Töne von Chris Bluemoon

Eigentlich hatte der Bündner Musiker Chris Bluemoon die Musik so gut wie an den Nagel gehängt. Doch jetzt gibt es nicht nur eine neue Single, sondern ziemlich viel neues Material dieses und nächstes Jahr.

Der Bündner Chris Bluemoon veröffentlicht nach seiner Single «Wunderschön» auch das Album «Ziitlos». (Foto: ZVG)

Eigentlich hatte der Bündner Musiker Chris Bluemoon die Musik so gut wie an den Nagel gehängt. Doch jetzt gibt es nicht nur eine neue Single, sondern ziemlich viel neues Material dieses und nächstes Jahr.

Der gebürtige Prättigauer Chris Bluemoon ist kaum mehr aus dem Bündner Musikgeschäft wegzudenken und hat bereits drei Soloalben veröffentlicht. Nach dem Hitparadenalbum «ZooM» (2018) wurde es aber ein wenig still um den Musiker. Erst zum 30. Geburtstag seiner Frau Corina Ende März veröffentlichte er die Single «Abrakadabra» und am 26. Juni legte er mit der Single «Wunderschön» nach. Beide Lieder zeigen den Bündner von einer anderen Seite: «Die neuen Lieder gehen eher in die Sparte Pop, fast schon Schlager. Ansonsten kennt man mich ja eher als Rapper und Rock-Musiker.» Der Name «Wunderschön » der neuen Single sage schon einiges aus. Doch dahinter stecke eine wichtige Botschaft, die Bluemoon weitergeben will: «Im Track geht es darum, dass man wieder mehr an sich selbst glauben soll. Es soll sozusagen ein Aufmunterungssong sein und man soll sich im Leben nicht immer von allen reinreden lassen.» Vor allem im Zwischenteil sei dies klar und deutlich zu verstehen, «Du bisch wunderschön, au wenn sis nid verstönnd, lahn diar das nia usreda. Du bisch wunderschön, au wenn sis nid verstönnd, es isch dis und nid ihres Leba», singt Bluemoon im Lied. Zur neuen Single ist auch ein Musikvideo erschienen. In diesem ist Bluemoon in einem Boxclub zu sehen. Doch was haben die Single «Wunderschön » und ein Boxring gemeinsam? «Eigentlich hat das Lied nicht wirklich etwas mit dem Boxen an sich zu tun, aber als ich im Studio das fertige Lied hörte, hatte ich die Blitzitdee, das Musikvideo in einem Boxring zu drehen. Der Rhythmus passt einfach perfekt zu diesem Sport.» Als der 32-Jährige den Song parallel zu einem Boxvideo laufen liess, habe er gewusst, dass es definitiv passt. Das Musikvideo drehte Bluemoon im PGP Boxing in Bendern. Dabei standen neben ihm die Boxerinnen Selin Erdogan, Tanja Öhri und Angela Büchel im Ring, die auch die Hauptrollen übernommen haben: «Ich wollte nicht wie immer im Video irgendwo stehen und das Lied rappen, es sollten dieses Mal andere Menschen im Mittelpunkt stehen. So habe ich grob eine Geschichte skizziert und sie gemeinsam mit dem Kameramann Beni Garrido und den Damen am Tag des Drehs weiterentwickelt.»

Zurück zur Musik

Eigentlich hatte Chris Bluemoon die Musik beiseitegelegt, doch dann gewann er im 2019 den Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen des Kantons Graubündens und erhielt nicht nur ein Preisgeld von 10 000 Franken, sondern auch die Zeit, damit ein neues Album aufzunehmen. «Ich schreibe gerne Lieder und durch den Gewinn wurde meine Kreativität regelrecht beflügelt», erklärt Bluemoon. «Lustigerweise hat sich im Verlauf der Produktion sogar ein zweites Projekt herauskristallisiert. Neben dem Schlager- Pop-Werk ‹Ziitlos› mit Davide Vittorini, welches im Frühling 21 erscheinen soll, stecke ich auch noch mitten in den Aufnahmen zum Album ‹Buuchgfühl›. Dieses ist ein Rapalbum, welches ich mit Toni White und Lou Geniuz produziere. Es könnte sogar noch im Herbst dieses Jahres das Licht der Welt erblicken.» Diesmal konnte er sich mehr Zeit lassen, denn das Budget war früh im Kasten: «Ich habe das grosse Vertrauen vom Kanton Graubünden bekommen. Normalerweise muss man sich auch Gedanken machen, wie man das Geld überhaupt zusammenbekommt, denn die Aufnahmen, die Kompositionen, aber auch der Produzent mit Studio kosten sehr viel Geld.» Je mehr Zeit ein Musiker braucht, desto teurer werde es. An einem Song sitze man gerne mal einen halben bis einen ganzen Tag im Studio und feile daran herum, bis der Song so ist, wie er sein soll. «Es ist ein wirklich schönes Privileg, seiner Kreativität einfach freien Lauf lassen zu können, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen. Das macht mich sehr dankbar und ich hoffe, ich kriege da ein paar zeitlose Lieder hin», sagt Bluemoon abschliessend.

(um)

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