Corina und Damian Wolfsberger in Peking vor und auf der grossen Mauer. 
Unterwegs
International|22.11.2019

Ein grosses Abenteuer in Asien

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Das ist nicht nur ein Sprichwort, sondern war auch der Plan von Corina und Damian Wolfsberger.

Corina und Damian Wolfsberger in Peking vor und auf der grossen Mauer. 

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Das ist nicht nur ein Sprichwort, sondern war auch der Plan von Corina und Damian Wolfsberger.

Nach sechs Monaten Arbeit in Changzhou – westlich von Shanghai in China – wurde das Büro gegen traumhafte Landschaften ausgetauscht. Die Reise begann in Shanghai, wo die beiden sich Plätze im Zug suchten und das Abenteuer war Wirklichkeit. Nächster Halt: Lhasa; Tibet. Die Route führte dann nach Hongkong, Malaysia, Indonesien, Australien – beziehungsweise Tasmanien, Neuseeland, Philippinen, Vietnam, Thailand, Laos, Kambodscha und Myanmar. Zu guter Letzt noch Sri Lanka und Dubai. Corina und Damian Wolfsberger haben nicht nach Lust und Laune geplant, sondern auch darauf geachtet, wann wo Regenzeit ist. Schliesslich sollte ja gutes Wetter sein. «Wir haben unsere Route ‹logisch› geplant, damit man möglichst wenig fliegen muss und die Reise somit einfacher wird. Da wir beide bereits einmal in Australien waren, wollten wir unbedingt noch einmal zurück und haben dies mit Tasmanien und Neuseeland als Zwischenstopp verbunden», erzählt Corina Wolfsberger. Während in Asien wohl zu jeder Mahlzeit Reis gehört, steht in Australien Fastfood an der Tagesordnung: «Wir dachten eigentlich, dass wir den ganzen Reis und das asiatische Essen satthaben, doch das war überhaupt nicht der Fall. Nach dem fettigen Fastfood in Australien freuten wir uns wieder richtig auf den Reis.»

Ein Highlight nach dem anderen

Die Frage nach den Highlights der Weltreise ist lang und nicht fertiggeschrieben, denn die beiden haben so viel erlebt, dass jedes Land irgendwie einen magischen Ort oder Moment mit sich bringt. Dennoch, ein paar Eindrücke von Orten, die man besucht haben muss: In Myanmar sollte man sich Zeit nehmen, um den Inle-See zu besuchen, auch der Tempel in Bagan ist mehrere Fotos wert. Gold, Gold und noch mehr Gold sieht man beim Anblick vom Shwedagon Pagode in Yangon. Dies ist der wichtigste Sakralbau und das religiöse Zentrum des Ortes. Zudem findet man an diesem Ort auch den Goldene Fels – ja, auch der sei goldig.

Ein typischer Einwohner in Myanmar, welcher auf tradi­tionelle Art fischt. (Fotos: Corina und Damian Wolfsberger)

Abstecher nach Down

Under Gehen wir für einen Moment zum Kontinent Australien: Im kleinen aber, magischen Tasmanien sollte man sich laut Corina und Damian Wolfsberger den Overlandtrack quer durch das Land nicht entgehen lassen. «Man ist zwar sieben Tage ohne Verbindung zur Aussenwelt zu Fuss unterwegs, doch es bleibt eines unserer Highlights», erzählt Corina Wolfsberger. Auch Australien selbst hat einiges zu bieten. Alleine bei den Tieren und Stränden kommt man nicht aus dem Schwärmen heraus. Für die beiden Reisebegeisterten bleibt aber Byron Bay der Lieblingsort. Und nun über das Wasser zu den Maoris nach Neuseeland «Aotearoa»: Viele Geschichten, Meer, Vulkane, Tiere … die Liste findet auch hier kein Ende. Einfach gesagt, man müsse es einfach selbst gesehen haben.$

Zurück zum schmackhaften Reis

Die Route geht zurück nach Asien, denn die Reise ist hier noch lange nicht zu Ende. China ist ein riesiges Land und man solle mehrere Speicherkarten mit genügend Platz dabeihaben. «Neben den etlichen Grossstädten wie Shanghai und Peking ist auch die berühmte Chinesische Mauer ein Muss. Doch damit nicht genug, auch die Terrakotta-Armee, eine frühchinesische Grabanlage, errichtet für den ersten chinesischen Kaiser, kann man als Reisender bestaunen. Was wäre Asien ohne Reis? Viele grüne, saftige Reisterrassen schmücken das Land, somit komme man aus dem Staunen nicht mehr heraus. In Guilin, im unteren Bereich Chinas, stehen die atemberaubenden «Avatarberge». Wieder eine total andere Kulisse.

Träumen in Sri Lanka

Asien ist riesig und nach Wasserfällen, Stränden und Vulkanen ist noch kein Ende in Sicht. Aber gut, schauen wir weiter auf der Reiseroute, Sri Lanka, denn auch da gibt es nicht nur gutes Essen. Auch hier haben die beiden wieder den Weg auf den Schienen gewählt: «Mit dem Zug sind wir von Kandi nach Ella gereist und haben den Nationalpark Udaealawe angesehen. In Dikwella konnten wir surfen.» Obwohl viele mit dem Flieger reisen oder Ferien machen, haben Corina und Damian Wolfsberger meist die abenteuerreiche Variante gewählt, denn so sei man trotzdem noch mittendrin. «Wir sind per Zug, Bus, Boot, Motorrad, Tuk Tuk und Flieger gereist. Natürlich dürfen wird das Velo nicht vergessen, das ist in Asien schliesslich ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel», erklärt Corina Wolfsberger.

Tempel in Bagan Myanmar - mit Abendsonne.

Nicht ein zweites Mal

Auf einer Weltreise erlebt man einiges und für die beiden ist klar, es gibt auch einen Ort, an den sie nicht mehr reisen würden: «Thailand würden wir nicht mehr machen, denn es ist total von Touristen überlaufen. Zudem hat es nichts mehr mit dem traditionellen Asien zu tun.» Auch die Instagram-Hotspots seien nicht empfehlenswert. Da sehe man nur viel zu viele Instagram-Touristen, die damit beschäftigt sind, ihre Bilder zu bearbeiten.

Günstig oder edel reisen

Eine Weltreise kostet Geld, doch diese Frage zu beantworten, sei schwierig, denn es komme auf den Lebensstil während dieser Zeit an. Kannst du auch einmal in ­einem AirBnB-Baumhaus bei einer Familie übernachten? Ist dir ein eigenes Bad wichtig? Bist du bereit, auf der Strasse mit den Händlern zu essen oder willst du jeweils in ein nobles Restaurant? Nimmst du es in Kauf, 58 Stunden in einem Zug zu sitzen oder eingeklemmt auf einem Anhänger mit circa 30 Hühnern zu sitzen? Oder nimmst du dann doch lieber den Flieger? Es gebe verschiedenste Möglichkeiten, um von A nach B zu kommen und die beiden wollten dies mit der Abenteuer-Variante machen. Sie haben meist in Hostels oder Airbnbs übernachtet und mit den Einheimischen zusammen auf der Strasse gegessen. Und wer weiss, an wie viele Geheimtipps man durch Einheimische kommt.

Wir haben einiges erlebt

In jedem Land kann etwas passieren und das mussten auch die beiden reisenden Rheintaler erfahren: «In Laos wurden wir im Hostel ausgeraubt. Zum Glück haben sie aber nur Bargeld mitgenommen, nicht aber unsere Pässe.» Das gab den beiden einen Dämpfer von da an waren sie vorsichtiger. Dennoch müsse man aber in Asien allgemein keine Angst haben. Die Menschen seien sehr hilfsbereit und dass jemand ausgeraubt werde, sei eher selten. Corina und Damian Wolfsberger haben viele Leute in China kennengelernt. Ja, teilweise auch spezielle. Diese seien dann aber auch zu Freunden geworden. Eine Reise, die 16 Monate dauerte, wenn man den Aufenthalt in China mitzählt. In dieser Zeit haben die beiden viel gesehen. Ein Highlight bleibe allerdings Myanmar: «Das war definitiv unser Highlight. Die extrem freundlichen Menschen, die vielfältige Landschaft und das hervorragende Essen haben es uns angetan. Es wäre auch das erste Land, das ich wieder bereisen würde», erzählt Corina Wolfberger. Dennoch haben auch Vietnam und Indonesien auf der Reise Eindrücke hinterlassen. China habe die beiden fasziniert, weil sie das Leben mit den Einheimischen teilen durften und sie nun ein ganz anderes Bild dieses Landes haben.

(um)

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