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Die Schirmherrin der «Podium»-Konzerte, Erbprinzessin Sophie, im Gespräch mit Thomas Spieckermann (TAK-Intendant), Graziano Mandozzi, dem künstlerischen, und Hossein Samieian, dem operativen Leiter der «Podium-Konzerte», anlässlich der Preisverleihung 2019. (Foto: ZVG/TAK/Paul Trummer)
Kultur
Liechtenstein|17.01.2020

Förderung junger Talente geht weiter: «Podium-Konzerte» gehen ins 18. Jahr

Die «Podium-Konzerte» werden erwachsen und starten am Sonntag, den 19. Januar, um 11 Uhr in die 18. Saison.

Die Schirmherrin der «Podium»-Konzerte, Erbprinzessin Sophie, im Gespräch mit Thomas Spieckermann (TAK-Intendant), Graziano Mandozzi, dem künstlerischen, und Hossein Samieian, dem operativen Leiter der «Podium-Konzerte», anlässlich der Preisverleihung 2019. (Foto: ZVG/TAK/Paul Trummer)

Die «Podium-Konzerte» werden erwachsen und starten am Sonntag, den 19. Januar, um 11 Uhr in die 18. Saison.

Am Anfang war dieser Nachwuchswettbewerb für junge Talente aus der Region eine Rarität im internationalen Musikbetrieb: Statt Einzelepochen oder Instrumentengruppen steht hier die Musikerpersönlichkeit selbst im Zentrum. Dabei stellt die renommierte Konzertreihe unter der Schirmherrschaft von Erbprinzessin Sophie und unter der künstlerischen Leitung von Maestro Graziano Mandozzi hochtalentierte Nachwuchsmusiker/-innen aus der Region vor.

Es fing ganz harmlos an: Gefördert durch die unvergessene grossherzige Mäzenin Lotte Schwarz und unter der künstlerischen Leitung von Maestro Graziano Mandozzi lud eine neue Konzertreihe Anfang 2003 zu Sonntagsmatineen in den Rathaussaal Vaduz ein. Statt arrivierter «Big Names» stand auf dem Plakat der musikalische Nachwuchs aus der Region. Dabei galten Ländergrenzen so wenig wie Stilepochen, bereits in dieser ersten Saison erlebte das Konzertpublikum Saxofonklänge, lauschte einer Harfe, hörte Lieder, hatte Cello- und Flötenmusik auf dem Programm. Keine leichte Aufgabe für die Jury, die in diesem musikalischen Vergleich das Besondere herausfiltern musste.

Neben dem Wettbewerb war auch das Gemeinsame der «Podium»-Konzerte in den folgenden Jahren offenkundig: Hohe Virtuosität und ansteckende Musikalität verband und verbindet alle Teilnehmenden dieser Nachwuchsreihe. Das hohe Niveau lässt inzwischen im 18. Jahr Musikfreunde aus der ganzen Region zu den «Podium»-Terminen zusammenkommen, die inzwischen auf der TAK-Bühne in Schaan stattfinden.

Auftreten für Auftritte

Während das Publikum unbeschwert der Musik lauscht, geht es für die Teilnehmenden am Wettbewerb um deutlich mehr: Gab es in den Anfangsjahren des «Podiums»noch Geldpreise zu gewinnen und später auch Förderungen durch die Übernahme der Kosten von Meisterkursen, bietet das «Podium» seinen Preisträgerinnen und Preisträgern nun Auftrittsmöglichkeiten. «Podium» zu Gast» gibt Konzerte unter anderem in Altersheimen, Schulen und Spitälern. Je mehr ein Talent die Jury überzeugt, desto häufiger darf es bei der Konzertreihe im Herbst mitwirken – selbstverständlich jeweils verbunden mit einer angemessenen Gage. Eine solche Förderung ermöglicht dem musikalischen Nachwuchs eine professionelle Zukunft. Keiner der Mitwirkenden aus den verschiedenen «Podium»-Jahrgängen hat sein Instrument endgültig in die Ecke gestellt. Viele haben die Musik sogar zu ihrem Beruf gemacht, lehren nun selbst, wie die Harfenistin Stephanie Beck (2003), der Tenor Christoph Gabathuler (2011) oder die Klarinettistin Vanessa Klöpping (2015). Mittlerweile international gefragte Solisten und Solistinnen haben ebenfalls beim «Podium» mitgewirkt, so Maximilian Näscher (Schlagzeug, 2005), Kian Soltani (Violoncello, 2008) oder Elisso Gogibedaschwili (Violine, 2010). Dem Pianisten David Helbock (2007) verlieh die Republik Österreich 2018 ihr Staatsstipendium für Komposition des Bundes – nur eine der zahlreichen Auszeichnungen, die «Podium»-Teilnehmende entgegennehmen durften. Die meisten der Gäste auf dem Wettbewerbs-«Podium» von einst können Musikfreunde auch als Mitglieder von Orchestern wieder begegnen, sei es beim Sinfonieorchester Liechtenstein, dem Sinfonieorchester St. Gallen, dem Sinfonischen Blasorchester Vorarlberg oder dem Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks. Man darf gespannt sein, wohin ihr Weg die Mitwirkenden am diesjährigen «Podium» noch führen wird.

«Podium»-Konzerte laden ein

In seinem 18. Jahr bittet das «Podium» erneut sechsmal ins TAK nach Schaan. Den Auftakt gestaltet die Pianistin Susanna Hanke am 19. Januar. Am 16. Februar stellt sich die Fagottistin Lena Marxer vor, begleitet von Gabriel Meloni am Klavier. Karoline Wocher (Violine) und Yuying Chen (Klavier) gestalten das Programm am 22. März, am 5. April gastiert mit dem Trio Mélange ein Kammermusikensemble. Die Flötistin Hannah Wirnsperger wird am 10. Mai von Hu Jung am Klavier begleitet – und am 14. Juni erklingt bereits das Abschlusskonzert, bei dem I.K.H. Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein als Schirmherrin des «Podium»-Wettbewerbs die Preise verleihen wird. Alle diese Sonntagsmatineen beginnen um 11 Uhr, der Eintritt ist frei.

(eps)

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