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Trotz Eignungsprüfungen und weiteren Vorbereitungen, darf ein kleiner Spass zwischendurch nicht fehlen. Die Experten Claudio Nigg, Stefan Wachter und Riccardo Somma (von links nach rechts) bei einer kurzen Pause. (Fotos: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|20.08.2019

Vor dem Wettkampf: Experten stehen auf dem Prüfstand

KAZAN - Die Wettkampftage der «WorldSkills» rücken unweigerlich näher. Während die Kandidaten sich am Montag erst einmal an Kazan gewöhnten und Kraft tankten, mussten die Experten ihr fachliches und praktisches Wissen unter Beweis stellen.

Trotz Eignungsprüfungen und weiteren Vorbereitungen, darf ein kleiner Spass zwischendurch nicht fehlen. Die Experten Claudio Nigg, Stefan Wachter und Riccardo Somma (von links nach rechts) bei einer kurzen Pause. (Fotos: Michael Zanghellini)

KAZAN - Die Wettkampftage der «WorldSkills» rücken unweigerlich näher. Während die Kandidaten sich am Montag erst einmal an Kazan gewöhnten und Kraft tankten, mussten die Experten ihr fachliches und praktisches Wissen unter Beweis stellen.

Zwar herrschte am Montagmorgen bereits reger Betrieb auf dem Gelände der Expo, doch der grosse Ansturm der Schaulustigen, geladenen Gästen und Medienvertretern wird erst noch kommen. Auch von den Kandidaten war noch weit und breit nichts zu sehen. Diese kamen erst in der Nacht zuvor in Kazan an und nutzten ihren ersten Tag in Russland dazu, sich in ihrer Unterkunft, dem «Athlete’s Village», einzurichten. In der Zwischenzeit ging die Vorbereitungszeit für deren Experten bei der Expo weiter. Je nach Beruf mussten sie eine Art Eignungsprüfung absolvieren. Damit wollen die Organisatoren der «WorldSkills» feststellen, ob sich der betreffende Experte zur Bewertung der Wettbewerbsprojekte eignet oder nicht.

Noch bleibt etwas Zeit, Kraft zu tanken. Die sechs «WorldSkil­ls»-Kandidaten mit Teamleiter Giorgio Di Benedetto (Mitte oben) in Kazan.

Rollen getauscht

«Wie würden Sie als Pflegefachkraft darauf reagieren, wenn sich ein Patient nach einer Operation über ständige Schmerzen beklagt?» Mit solchen und ähnlichen Fragen musste sich Katharina Lorenz-Klemm, Expertin von Kandidatin Lena Schädler (Fachfrau Gesundheit), bei ihrer Prüfung befassen. Offenbar müssten US-amerikanische Pflegefachkräfte bei ihrer Eignungsprüfung exakt dieselben Multiple-Choice-Fragen beantworten. Dies erzählte die Chefexpertin zu Beginn der Versammlung. Demnach galt für Lorenz-Klemm erst einmal nur ein Gebot: Alles sorgfältig durchlesen. Denn manchmal entschied nur ein kleines Detail in der Formulierung der Antwort zwischen richtig oder falsch. Eine etwas praktischere Aufgabe wartete auf Experte Manuel Steiner, der den Sanitär- und Heizungsmonteur Nicola Batliner betreut. Er musste tatsächlich für ein paar Stunden in die Rolle seines Kandidaten schlüpfen und eine Rohrkonstruktion vom Papier in die Realität umsetzen. Zwar schmunzelte er vor der Prüfung noch und freute sich auf die kleine Abwechslung nach den vielen Sitzungen mit den anderen Experten seines Fachs. Er gestand sich allerdings auch zu, dass solch ein kleiner und offenbar einfacher Auftrag nicht mit dem zu vergleichen sei, was sein Kandidat leisten muss: «Das, was Nicola macht, könnte ich vermutlich gar nicht. Er hat alle Prozesse fest in seinem Kopf verankert. Beispielsweise den idealen Biegeradius für jedes Rohr. Ich müsste erst einmal ausprobieren, was am besten passt», so Steiner. Das wirke sich nicht nur auf die Qualität seiner Arbeit aus, sondern auch auf das Tempo. So könne ein guter «WorldSkills»-Kandidat die Arbeit von drei durchschnittlichen Arbeitern ersetzen.

«Das, was Nicola macht, könnte ich vermutlich gar nicht.»

Manuel Steiner, Experte Sanitär- und Heizungsmonteur

Langsam aber sicher scheint die Zeit bis zum Startschuss der 45. Berufsweltmeisterschaften absehbar. Bald werden neben den Experten auch die Kandidaten in Kazan aktiv. Bis es aber soweit ist, möchte sich jeder so gut wie nur möglich für die Wettbewerbstage rüsten.

(mw)

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