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Grosse Emotionen: Malerin Desirée Ackermann gratuliert ihrem Teamkollegen Luca Hogge (IT Netzwerk- und Systemadministration) zum Erfolg. (Fotos: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|27.08.2019 (Aktualisiert am 27.08.19 10:35)

Wenn plötzlich die ganze Last von den Schultern fällt

KAZAN - Nach vier Tagen haben die sechs «WorldSkills»-Kandidaten ihr Ziel erreicht: Sie haben die 45. Berufsweltmeisterschaften gemeistert. Die letzten Minuten des Wettbewerbs waren für alle Beteiligten ein sehr emotionaler Moment.

Grosse Emotionen: Malerin Desirée Ackermann gratuliert ihrem Teamkollegen Luca Hogge (IT Netzwerk- und Systemadministration) zum Erfolg. (Fotos: Michael Zanghellini)

KAZAN - Nach vier Tagen haben die sechs «WorldSkills»-Kandidaten ihr Ziel erreicht: Sie haben die 45. Berufsweltmeisterschaften gemeistert. Die letzten Minuten des Wettbewerbs waren für alle Beteiligten ein sehr emotionaler Moment.

Auf diesen Moment hatten alle Kandidaten sehnsüchtig gewartet. Nach vier Tagen voller Anspannung ist nun endlich Schluss. Und immer war es dasselbe Spiel: Bis zur letzten Sekunde waren die jungen Berufsleute in ihre Arbeit vertieft, bis sie eine Pfeife oder ein Handzeichen des zuständigen Experten erlöste. Eltern, Angehörige aber auch Teamkameraden warteten applaudierend und jubelnd an der Absperrung des Arbeitsplatzes. Überglücklich fielen die Kandidaten ihren Liebsten in die Arme. Die Erleichterung war gross. So gross, dass manche Kandidaten und Experten sogar den Tränen nahe waren. Und immer wenn einer der sechs Wettstreiter von seinen Fans empfangen wurde, schloss er sich der Gruppe an, um beim nächsten Kandidaten dem Schlusspfiff entgegenzufiebern. Lena Schädler musste am längsten durchhalten. Ihre Arbeit war erst gegen 14.30 Uhr getan. Nach ihrer Projektübergabe war nicht nur ihr und ihrem Fanclub die Freude ins Gesicht geschrieben, sondern auch dem Teamleiter Giorgio Di Benedetto, dem technischen Delegierten Reto Blumenthal und dem offiziellen Delegierten Stefan Sohler. Alles hatte in Russland wunderbar funktioniert und so bleibt zum ersten Mal seit Langem Zeit, sich wieder einmal so richtig zu entspannen.

Mit dem vierten Tag der «WorldSkills» endete für Desirée Ackermann, Lena Schädler, Luca Hogge, Dominik Manser und Luzian Clavadetscher das, worauf sie sich über ein Jahr lang intensiv vorbereitet hatten. Die Kandidaten sind sich einig: Das Gefühl, es endlich geschafft zu haben, ist unbeschreiblich. Bislang hatte nur Sanitär- und Heizungsmonteur Nicola Batliner diese Erfahrung gemacht. Für ihn war der Wettkampf bereits am Sonntagabend zu Ende, als er sein Projekt an die Experten übergab (das «Volksblatt» berichtete am 26. August).

Preis für Nachhaltigkeit

Während die Wettkämpfe in den anderen Berufen am Montag andauerten, widmeten sich die Sanitär- und Heizungsmonteure einer ganz besonderen Aufgabe: Zum ersten Mal in der Geschichte der «WorldSkills» sollte eine Aufgabe einem wohltätigen Zweck dienen. Waren alle 30 Kandidaten dieses Berufs erst Konkurrenten, ging es jetzt um Teamgeist. Ihre Aufgabe war es, eine sanitäre Installation vorzubereiten, die anschliessend in ein Behindertenheim in Kazan gebracht und eingebaut wird. Damit wird wollen die Organisatoren ein Zeichen der Nachhaltigkeit setzen.

Für Nachhaltigkeit sollte aber nicht nur die Arbeit am vierten Tag stehen, sondern der gesamte Wettkampf. Bei einem Modul der Sanitär- und Heizungsmonteure ging es darum, so wenig Rohrmaterial wie nur möglich zu benutzen. Der CEO der «WorldSkills», David Hoey, zeichnete den Kandidaten mit dem effizientesten Materialverbrauch am Ende des letzten Tages persönlich mit dem Nachhaltigkeitspreis aus. Er ging an den Kandidaten aus Südkorea.

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Reto Blu­menthal und IT Softwareap­plikator Dominik Manser nach dem «Schlus­spfiff» in Kazan.

Wie fühlt es sich an, es endlich geschafft zu haben? Das sagen sie Kandidaten:

Luzian Clavadetscher

«Es ist ein sehr tolles Gefühl und ich bin überaus erleichtert. Jetzt möchte ich am liebsten darauf anstossen.» - Luzian Clavadetscher; CNC-Fräser

Luca Hogge

«Es ist unbeschreiblich. Ich habe schon lange nicht mehr so gestrahlt. Man kann sich das einfach nicht vorstellen, wie man sich in solch einem Moment fühlt.» - Luca Hogge; IT Netzwerk- und Systemadmnistration

Lena Schädler

«Ich bin froh und darf bestimmt stolz auf mich sein, dass es mir in den vergangenen vier Tagen so gut ergangen ist.» - Lena Schädler; Fachfrau Gesundheit

Dominik Manser

«Ich bin sehr erleichtert, dass alles vorbei ist. Es waren schon vier anstrengende Tage. Da ich am letzten Wettbewerbstag gerade die leichteste Session hatte, hat mir die ‹Dramatik› fast ein bisschen gefehlt.» - Dominik Manser; IT Softwareapplikationen für Unternehmen

Desirée Ackermann

«Es war schlicht und einfach ein Gefühl der Erleichterung.» - Desirée Ackermann; Malerin

Nicola Batliner

«Ich war körperlich richtig am Ende aber erleichtert. Für mich war es ein sehr emotionaler Moment.» - Nicola Batliner; Sanitär- und Heizungsmonteur

(mw)

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