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Liechtenstein|14.02.2020

Fürstlicher Geburtstag: Hans-Adam II. wird 75

Ein ungewöhnlicher Mo­narch wird 75. Fürst Hans-Adam II. baute das Familienvermögen wieder auf, brachte Liechtenstein in die UNO und den EWR, überstand innenpolitische Krisen und blieb dabei auf dem Boden – manchmal auch barfuss.

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Ein ungewöhnlicher Mo­narch wird 75. Fürst Hans-Adam II. baute das Familienvermögen wieder auf, brachte Liechtenstein in die UNO und den EWR, überstand innenpolitische Krisen und blieb dabei auf dem Boden – manchmal auch barfuss.

Am 14. Februar 1945 erblickte der heutige Fürst Hans-Adam II. – sein voller Name lautet Johannes Adam Ferdinand Alois Josef Maria Marco d’Aviano Pius Fürst von und zu Liechtenstein, Herzog von Troppau und Jägerndorf, Graf zu Rietberg, Regierer des Hauses von und zu Liechtenstein – das Licht der Welt.

Seine Eltern, Fürst Franz Josef II. und Fürstin Gina, legten wie heute auch Hans-Adam II. Wert darauf, dass ihre Kinder möglichst normal aufwachsen. Als bislang erster Fürst wuchs Hans-Adam II. daher in Liechtenstein auf, wo er auch heute noch residiert. Er lebte mit seinen Eltern und vier Geschwistern im Schloss und besuchte mit den anderen Vaduzer Kindern die Primarschule. Seine adelige Herkunft habe keine Rolle gespielt, erzählen frühere Mitschüler, er sei einfach der «Hans Adam» gewesen. Auch das liechtensteinische Staatsoberhaupt selbst gibt zu, ein normaler «Lausbub» gewesen zu sein. Schon in der ersten Klasse habe er vom Lehrer eine «Tatze» kassiert, erzählt er im «Volksblatt»-Interview nicht ohne Stolz: «Das war fast wie eine Auszeichnung. Schliesslich hat das der Klasse auch bewiesen, dass ich nicht der Brave war und mich was getraut habe.» 75 Jahre später kann der frühere «Lausbub» aber beeindruckende Erfolge vorweisen: Er hat nicht nur das fürstliche Vermögen wieder aufgebaut, sondern auch das Land Liechtenstein zu einem Erfolgsmodell gemacht. Nicht zuletzt, weil er trotz innenpolitischer Schwierigkeiten auf den EWR-Beitritt gepocht hat. Dank seiner Beziehungen wurde Liechtenstein auch UNO-Vollmitglied – was 1990 keine Selbstverständlichkeit für einen Kleinstaat war.

(Foto: Michael Zanghel­lini)

Bodenständig

Dennoch ist das liechtensteinische Staatsoberhaupt auf dem Boden geblieben: Regelmässig trifft sich Fürst Hans-Adam II. beispielsweise mit seinen ehemaligen Klassenkollegen, ist im Vaduzer «Städtle» anzutreffen oder spaziert durch die Wälder – manchmals sogar barfuss. Fürst Hans-Adam II. ist ausserdem ein Familienmensch. «Ich bin glücklicher Vater und Grossvater, geniesse die Zeit mit meinen 15 Enkelkindern. Das ist ein schönes Erlebnis und bereichert», meinte er im Interview.

Der «fritig» wünscht alles ­Gute zum Geburtstag und noch viele schöne und erlebnisreiche Jahre mit der Familie!

(df)

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