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(Foto: ZVG)
Kultur
Region|17.01.2020

Das Element Feuer auf dem Gedankenberg in Sevelen

Die Kunststiftung Gedankenberg in Sevelen hat im 2019 ihre Aktionen den vier Elementen gewidmet. 

(Foto: ZVG)

Die Kunststiftung Gedankenberg in Sevelen hat im 2019 ihre Aktionen den vier Elementen gewidmet. 

Auf dem Gedankenberg, einer dauerhaften Kunstinstallation wurden nacheinander die Elemente Wasser, Luft und Erde bespielt – jeweils mit Vorträgen von Expert*innen und interaktiven Aktionen mit dem Publikum. Jede dieser Aktionen endete mit einer künstlerischen Performance von Gert Gschwendtner.

Am 31. Dezember 2019 konnten viele Interessierte das Element Feuer erleben. Feuer ist ein wichtiges, um nicht zu sagen existenzielles Element im Rheintal. Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts schildert der Seveler Landwirt Christian Hagman (1784–1869) in einer Chronik die Verwüstungen durch den «roten Hahn». In der Chronik vom Historiker Werner Hagmann werden das Datum und das Verwüstungsausmass festgehalten – das damit verbundene Elend der betroffenen Menschen ist dennoch spürbar. Verursacher konnten Brandstifter, Blitzschlag oder eben der gefürchtete Föhn sein. Der «grausame Wind» wirkte insbesondere bei Südwind als Brandbeschleuniger, der Funkenflug von Haus zu Haus trug.

Historisch ist das Feuer eine gefürchtete und respektierte Grösse im Rheintal, im Brauchtum spielt es bis heute eine wichtige Rolle. Am Nachmittag des letzten Tages im Jahr 2019 wurde am Gedankenberg in Sevelen kein «roterHahn» und kein Feuerwerk, dafür aber eine kulturgeschichtlich und künstlerisch sehr interessante Variante zum Feuer gegeben. Ein Offizier der Feuerwehr sprach zum Feuer und zum Feuerlöschen. Zwei Pyrolisten bewegten eine Feuerkugel über den Berg, zwei Kunstschmiede produzierten an einer beweglichen Schmiede einen Löffel, der vom Künstler Gert Gschwendtner vergoldet wurde. Dieser zeigte eine neue künstlerische Performance, nämlich gefangenes Feuer im Käfig. Die Kölner Kunstprofessorin Heidi Helmhold erzählte zum Feuer in der Kunst und zum Abschluss gab es einen wärmenden Trunk aus dem Kupferkessel.

(pb)

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