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Gimma, einst Rapper, ist heute als Werbetexter und Kolumnist unterwegs. (Foto: Livia Mauerhofer)
Kultur
Region|20.11.2020

Gimma dank dem Scheitern auf Erfolgskurs

Ende Oktober erschien das neue Sachbuch von Gian- Marco Schmid aka Gimma. Das Werk mit dem Titel «Z’Buach vum #Scheitera» ist in Mundart verfasst worden und stösst auf viel Resonanz. Innerhalb von kürzester Zeit hat es der in Haldenstein wohnhafte Autor geschafft, die erste Auflage von 500 Exemplaren abzusetzen.

Gimma, einst Rapper, ist heute als Werbetexter und Kolumnist unterwegs. (Foto: Livia Mauerhofer)

Ende Oktober erschien das neue Sachbuch von Gian- Marco Schmid aka Gimma. Das Werk mit dem Titel «Z’Buach vum #Scheitera» ist in Mundart verfasst worden und stösst auf viel Resonanz. Innerhalb von kürzester Zeit hat es der in Haldenstein wohnhafte Autor geschafft, die erste Auflage von 500 Exemplaren abzusetzen.

Der Bündner Gian-Marco Schmid ist seit über 20 Jahren einer breiten Öffentlichkeit als Rapper Gimma bekannt. Seit 2006 schreibt er auch Bücher, und dies vor allem in Mundart. Dies hat einen einfachen Grund: «Es ist normal für mich. Ich schreibe die Texte und denke meine Sachen in der gleichen Sprache. Alles andere wäre irgendwo Mathe, und in Mathe bin ich definitiv gescheitert. Also statt dass ich mich mit Regeln und Theorien in einer Sprache beschäftige, die ich gar nicht brauche, konzentriere ich mich mit aller Kraft auf die Sparte und bleibe mir treu. Man muss aber auch erklären, dass der Entscheid einem nach so langer Zeit auch abgenommen wird.» Trotzdem versucht hat es der Autor schon auch einmal auf Hochdeutsch. Heute schaut er mit gemischten Gefühlen zurück auf seinen Roman «40», welcher 2016 erschienen ist. «Mein einziges Projekt, welches nicht im Bündnerdialekt geschrieben wurde, hat sich ziemlich mies verkauft, und dumm bin ich nicht: Die lahme Ziege musst du nicht füttern und dran glauben, es werde eine Kuh. Darum Mundart. Vorerst bei allem: Bücher, Musik, Musical und so weiter.» Diese Haltung kommt an und wird mit Erfolg belohnt.

Aus Scheitern kann Gutes entstehen

Mit dem Thema des Scheiterns trifft Gian-Marco Schmid auch irgendwie den Zeitgeist, denn wegen der Pandemie werden praktisch alle kulturellen Veranstaltungen sowie auch seine Lesungen verschoben oder gar komplett abgesagt. «Es wären gerade in diesem Jahr noch einige sehr coole Sachen angestanden, und nur von zwei Anlässen habe ich bisher noch keine Absage erhalten. Alles andere wird ins erste Quartal 21 verschoben.» In seinem neuen Buch zeigt er jedoch, wie man aus Krisen gestärkt hervorgehen kann. Auch wenn momentan die Situation für viele im Kulturkuchen und der Gastronomie schwierig ist, sieht Gimma bereits eine Möglichkeit, wie aus der Pandemie wieder Gutes entstehen kann. «Für die Veranstalter ist es ein Riesenscheiss, und es tut mir weh, den Nachtbetrieben und coolen Lokalen zuschauen zu müssen, wie trotz allem Elan langsam aber sicher die Lichter gelöscht werden. Ich für meinen Teil habe es mit meinem Bookingteam es so ausgmacht, dass wir, sobald die Welle rum ist, mit einem sehr fairen, günstigen Bookingangebot für meine «Scheitertour» rausgehen. Auf diesem Weg können wir für Betrieb in kleineren Kulturlokalen, Büchereien und so weiter sorgen. Das ist dann quasi unser Beitrag zum Wiederaufbau vom Ganzen. Veranstalter dürfen sich via Webseite gerne bei uns melden. »

Mehr Infos zu Gian-Marco Schmid und seinem neuen Buch findet ihr unter www.gimmasworld.ch

(red)

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