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Lucas J. Fritz begibt sich bald auf eine aussergewöhnliche Reise mit seinem Velo. (Foto: Christian Imhof)
Kultur
Region|17.12.2021

Lucas J. Fritz veröffentlicht «Das Leben ist einfach»

Am 10. Dezember 2021 erschien das Debüt des Jungautors Lucas J. Fritz. Das Werk mit dem Titel «Das Leben ist einfach» beinhaltet viele Weisheiten und Tipps, die das Leben als unkompliziert und simpel porträtieren.

Lucas J. Fritz begibt sich bald auf eine aussergewöhnliche Reise mit seinem Velo. (Foto: Christian Imhof)

Am 10. Dezember 2021 erschien das Debüt des Jungautors Lucas J. Fritz. Das Werk mit dem Titel «Das Leben ist einfach» beinhaltet viele Weisheiten und Tipps, die das Leben als unkompliziert und simpel porträtieren.

Lucas J. Fritz kann sich nicht mehr genau daran erinnern, wann die Leidenschaft fürs Schreiben bei ihm erwacht ist. Als er mit 16 Jahren aber regelmässig Gedichte, Geschichten und anderes aufschrieb, hatte er nicht daran geglaubt, mal ein Buch zu schreiben. Jetzt knapp vier Jahre später ist es nun trotzdem so weit. «Im Juli dieses Jahres hat sich die Möglichkeit ergeben, ein Buch durch den Qultur- Verlag zu veröffentlichen, welche ich ergriffen habe», sagt Fritz.

Durch Verzicht Klarheit geschaffen Im Fokus der Geschichten von Lucas J. Fritz steht die Einfachheit. Dieses Thema zieht sich auch als Leitfaden durch sein Buch. «Ich schreibe fast ausschliesslich über das einfache Leben und dessen Vorzüge, sowie dass wir Menschen im Einklang mit der Natur leben sollen. Da mein Buch ein Kolumnenbuch über die Einfachheit ist, konnte ich viele meiner Texte nochmals überarbeiten, erweitern und kürzen und für mein Buch verwenden. Das Buch widerspiegelt sehr stark meine Haltung zum Leben», erzählt Fritz. Diese Bescheidenheit, der Verzicht und auch die Einfachheit des Lebens sind nicht gerade alltäglich für einen 20-Jährigen. Er habe bewusst einen anderen Weg gewählt als die meisten. «Ich habe in sehr jungen Jahren entdecken dürfen, dass ich kein erfülltes Leben führe. Als ich mit 16 Jahren meine Lehre zum Kaufmann begann, fühlte ich mich zunehmend als Gefangener meiner eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Da ich zum ersten Mal in meinem Leben mein eigenes Geld verdienen konnte, wusste ich nicht, wie damit umzugehen », sagt Fritz. Diese Situation überforderte den jungen Mann. «Daraus entstand eine ungebändigte Konsumlust. Ich kaufte mir Dinge, die mir gefielen, welche ich aber nie benutzte. Ständig war ich in Geldnot. Ich mag mich noch gut daran erinnern, wie ich mir bewusst wurde, dass ich mir durch den ganzen Konsum mein eigenes Leben erschwerte», erklärt Fritz. So richtig Klick gemacht hat es bei ihm, als er in den Sommerferien nach dem ersten Lehrjahr seinen Vater in Australien besuchte. «In den drei Wochen meines Australienaufenthalts hatte ich über sechs Kilo an Körpergewicht zugenommen, was mir ungemein verdeutlichte, in was für einer Lage ich mich befand. Ich wurde mir auf einen Schlag bewusst, dass das, was und wie ich konsumiere, an Gütern und an Essen, negative Auswirkungen auf mein Leben hatte. Ich ernährte mich ungesund, ich kaufte zu viele Dinge, ich beschäftigte mich überwiegend mit dem Ordnen der Dinge, statt dem tatsächlichen Gebrauch », sagt Fritz. Nachfolgend habe er den Trend des Minimalismus kennen gelernt und erkannt, dass er mit weitaus weniger Besitz leben könne, sagt Fritz: «Des Weiteren begann ich mich, gesünder zu ernähren, begann regelmässig Dehnübungen und Atemübungen zu machen und merkte, wie mein Sein einfacher und mein Geist klarer wurde.»

Das Leben ist einfach

Der vom Kolumnisten gelebte Minimalismus stösst neben viel Respekt hin und wieder auch auf negative Reaktionen und dies nicht nur bei Gleichaltrigen. Doch für Lucas Joshua Fritz stimmt sein Lebenswandel: «Es scheint manchmal schwierig für meine Altersgenossen zu sein, zu verstehen, dass jemand in ihrem Alter Ruhe, Frieden und Harmonie braucht.» Mit dem wolle er einige Gedankenanstösse geben, aber niemandem etwas vorschreiben. «Ich möchte drei Dinge mit meinem Buch vermitteln. Ich will zum Ersten den Menschen aufzeigen, dass sie nicht die Gefangenen ihrer Selbst sind. Die persönlichen Bedürfnisse sind nicht das höchste Gut im Leben. Es gibt Dinge wie Ruhe und Frieden, nach denen es sich zu streben lohnt. Ebenso gibt es die Möglichkeit, aufzuhören nach etwas zu streben. Zum Zweiten will ich mit meinem Buch meinen Mitmenschen bewusst machen, dass das Leben einfach ist, wir alle jedoch dazu tendieren, uns das Leben selbst schwer zu machen. Und drittens will ich meinen Mitmenschen einen Einstieg in die Mittel, das Wissen und die Technik dafür geben, wie sie in ein bewusstes und vielleicht auch spirituelles Leben eintreten können», sagt Fritz. Für ihn selbst ist der Verzicht nie negativ behaftet, sondern immer auf freiwilliger Basis: «Wenn ich auf etwas nicht freiwillig verzichten kann, dann liegt es an meiner inneren Haltung dazu. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich zuerst eine innere Haltung entwickeln muss, erst dann ist der Verzicht möglich. Der Verzicht soll kein Kampf, sondern schlichtweg über Zeit zur Selbstverständlichkeit und Normalität werden. Mein Leben ist zwar von Verzicht und Bescheidenheit geprägt, doch für mich fühlt es sich nicht wie Verzicht an. Derzeit bin ich dabei, meine Kenntnisse über Wildpflanzen, geistige Übungen und alternative Gemeinschaften und Lebensformen zu erweitern.»

Auf dem Rad durch die Welt

Nach dem abgeschlossenen Militärdienst im Herbst wollte Lucas J. Fritz eigentlich auswandern nach Australien. Doch das ständige Auf und Zu mit den Grenzen unserer Welt habe ihn dazu gebracht, seine Pläne zu ändern. Auch bei dieser Reise steht laut Fritz die Einfachheit im Vordergrund. «Am 10. Dezember ging es los. Ich habe mich entschieden, mit dem Fahrrad aus der Ostschweiz in die Westschweiz und von dort weiter nach Frankreich und Spanien zu radeln. Wohin genau es mich treibt, entscheide ich beim Fahren », sagt Fritz. Angst vor Corona oder davor, an Grenzen abgewiesen zu werden, hat der Untervazer nicht: «Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass ich grosse Schwierigkeiten haben werde. Da ich mit dem Rad unterwegs bin, bin ich nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Ich brauche keine Flughäfen, keine Bahnhöfe oder Busstationen aufzusuchen. Das Einzige, was ich brauche, ist eine Strasse, alle 100 Kilometer einen Laden und eine unbewachte Strasse über die jeweilig nächste Grenze. » Das ganze Drama um Corona kümmere ihn nicht wirklich: «Die Reise ist unter anderem auch ein Experiment, wie weit ein Schweizer ohne Zertifikat reisen kann. Die Geschehnisse meiner Reise darf ich für den «Prättigauer & Herrschäftler» jeweils wöchentlich in einer Kolumne publizieren», sagt Fritz. Die Geschichten für die Zeitung oder auch für weitere Bücher gehen dem 20-Jährigen somit noch lange nicht aus. Auch, wenn er momentan noch nicht an ein weiteres Buch denkt. Das Buch «Das Leben ist einfach» von Lucas J. Fritz kann für einfache 10 Franken per Mail an info@qultur.ch oder auch bei der Drucki in Schiers direkt gekauft werden.

(cim)

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