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«Barfuss spazieren, Augen schliessen und den Untergrund wahrnehmen» steht auch auf meiner Liste. (Foto: ZVG)
Lifestyle
Region|20.12.2019

Kopfsache

Nach einer kurzen Pause melde ich mich zurück. Die letzten Wochen habe ich unglaublich viel gelernt. Alleine in einer anderen Kultur, eine intensive Ausbildung, neue Menschen und nicht zuletzt die Kommunikation in einer fremden Sprache.

«Barfuss spazieren, Augen schliessen und den Untergrund wahrnehmen» steht auch auf meiner Liste. (Foto: ZVG)

Nach einer kurzen Pause melde ich mich zurück. Die letzten Wochen habe ich unglaublich viel gelernt. Alleine in einer anderen Kultur, eine intensive Ausbildung, neue Menschen und nicht zuletzt die Kommunikation in einer fremden Sprache.

Ein Thema wurde dabei wieder sehr in mein Bewusstsein gerufen: Was in unserem Kopf los ist, das entscheiden wir selbst. Es ist genauso einfach zu denken, dass du grossartig bist, wie zu denken, dass du nicht genug bist.

Als glückliche Wonneproppen mit weiten, sorgenfreien Augen und ohne Möglichkeit, in einem anderen Moment als dem Jetzt zu sein, werden wir in die Welt gesetzt. Wir haben keine Ahnung, dass wir überhaupt einen Körper haben und uns für den auch noch schämen sollen. Da war nichts zu Gefährliches oder zu Teures, es war einfach alles, ohne jegliche Bewertung. Wir werden mit dem Vertrauen in unsere Instinkte geboren. Atmen tief, essen nur, wenn wir Hunger haben, machen uns keine Gedanken darüber, was die anderen über unseren Gesang, Tanzstil oder unsere Frisur denken. Wir spielen, kreieren und lieben ohne jegliche Zurückhaltung. Wenn wir wachsen, uns entwickeln und von den Leuten und der Gesellschaft um uns herum lernen, ersetzen wir viel vom Urvertrauen mit negativen, falschen Überzeugungen, Angst, Scham und Selbstzweifeln.

Anstatt in unsere Instinkte zu investieren, lassen wir uns in eine Richtung leiten, die die Gesellschaft gut für uns findet. Obwohl sie nichts mehr lieben als Tanzen, gehen die einen nicht mehr tanzen, weil sie denken, zu alt dafür zu sein. Andere erhalten ihre kühle, harte Maske aufrecht, sie ersehnen aber nichts mehr als Liebe und Zugehörigkeit. Wir investieren alles, was wir haben, um zu glauben, dass wir nicht gut genug sind. Stellt euch vor, wie unsere Welt wäre, wenn sich jeder selbst so lieben würde, dass er Meinungen, Hautfarben, sexuelle Neigungen, Talente, Besitztümer, Religionen, oder einfach die Persönlichkeit anderer Personen so annehmen und akzeptieren kann, wie sie sind. Wenn wir jeden Morgen mit dem Wissen aufwachen würden, dass wir liebenswürdig und genug sind und eine wichtige Rolle auf diesem Planeten haben. Gehe einen Schritt in diese Richtung. Mache, was du liebst, so oft du kannst. Sei es auch nur barfuss das Gras unter deinen Füssen zu spüren, tu es. Meine Glücksliste ist ziemlich lang und simpel. Diese Dinge machen nicht nur dich glücklich, auch die Menschen in deinem Umfeld werden bereichert. Behandle dich selber als die grossartigste Person, die du je getroffen hast. Beobachte deine Gedanken sehr bewusst. Wandle dann negative Selbstgespräche in positive Sätze um. Spreche so mit dir selbst, als würdest du mit deinem Lieblingsmenschen sprechen. Höre auf zu vergleichen. Vergleichen ist der schnellste Weg, jeglichen Spass aus deinem Leben zu eliminieren. Du bist das einzige Du, das es jemals geben wird. Schätze, wie speziell, einzigartig und wichtig du bist. alessiaschoen.com Instagram: alessia.schoen

(as)

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