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Region|08.11.2019

Apple TV Plus in 100 Ländern gestartet

Am 1. November ging Apples eigener Streaming-Dienst Apple TV Plus online. Von der Konkurrenz abheben will sich der Techkonzern mit hochwertigen Eigenproduktionen, der nächste Konkurrent Disney+ steht bereits am 12. November in den Startlöchern.

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Am 1. November ging Apples eigener Streaming-Dienst Apple TV Plus online. Von der Konkurrenz abheben will sich der Techkonzern mit hochwertigen Eigenproduktionen, der nächste Konkurrent Disney+ steht bereits am 12. November in den Startlöchern.

Zum offiziellen Start am 1. November sind sieben Serien und ein Dokumentarfilm verfügbar. Apple betonte immer wieder, dass man lieber auf Qualität, statt auf Quantität setzen wolle. Weitere Film-Eigenproduktionen sind bereits in Entwicklung, einzelne davon kommen sogar erst ins Kino, bevor sie zum Streamen zur Verfügung stehen. Apples Hintergedanken dürften dabei klar sein: Nur, wenn die Filme für eine bestimmte Zeit lang und in ausreichend Sälen im Kino gelaufen sind, dürfen sie auch in wichtigen Preisverleihungen, wie den Academy Awards, mit ins Rennen gehen. Deswegen schicken etwa auch Amazon und Netflix ihre Film-Eigenproduktionen in den Vereinigten Staaten ins Kino. Los geht es dabei mit «The Elephant Queen» bereits am 18. Oktober 2019 – der Einstand bei Apple TV Plus erfolgte am 1. November. Wiederum soll «The Banker» am 6. Dezember 2019 in die US-Kinos kommen – und zu Apple TV Plus im Januar 2019. Die neuen Serien für Apple TV+ «The Elephant Queen» ist ein Dokumentarfilm über vom Aussterben bedrohte Elefanten. «Hala» will Apple ab dem 22. November 2019 ins Kino bugsieren und ab einem noch ungewissen Zeitpunkt im Dezember zum Streaming kredenzen. Auch den kommenden Film von Sofia Coppola, «On The Rocks» mit Bill Murray, wolle Apple 2020 erst im Kino starten lassen, bevor der Streifen dann zu Apple TV+ komme.

Sechs Franken im Monat

Der Dienst kann eine Woche lang gratis getestet werden, bei diesem Testabo können aber nicht alle Folgen geguckt werden, bei der dritten oder vierten Folge ist meist Schluss. Der Dienst kostet regulär sechs Franken im Monat. Wer bestimmte Apple-Geräte, wie ein Apple-TV 4K oder Iphone, nach dem 10. September erwirbt oder erworben hat, erhält den Dienst für ein Jahr gratis. Bis zu sechs Familienmitglieder können den Account nutzen, jeweils alle können gleichzeitig parallel streamen. Für den Zugang kann jedes Mitglied seine eigene Apple ID benutzen. Es ist also nicht nötig, das Passwort zu teilen. Die Serien können bei der Verwendung von Apple-Geräten auch im Offline-Modus angesehen werden, andere Geräte kommen nicht ohne eine permanente Internetverbindung aus.

Eher mittelmässiger Start

Die Qualität vor der Quantität, auf die Apple pocht, fehlt bei den bisher angebotenen Titeln, laut den meisten Kritikern, noch, manche bewerten den Service auch als komplett redundant. Bis jetzt überzeuge vor allem die Serie «See» mit «Game of Thrones» und «Aquaman»-Star Jason Mamoa als Hauptdarsteller. Die weiteren derzeit verfügbaren Serien schneiden eher mittelmässig ab. Die grossen Serienhits wie «Game of Thrones» auf Sky und «Stranger Things» oder «Orange Is The New Black» scheinen noch zu fehlen. Konkurrent Disney startet am 12. November im Gegensatz zu Apple TV Plus nicht in hundert Ländern, sondern nur in fünf (USA, Kanada, Australien, Neuseeland und den Niederlanden). Es bleibt abzuwarten, wie lange Fans aus anderen Ländern auf den Dienst warten dürfen. Mit einer neuen «Star-Wars»-Serie im Gepäck sollte ein vielversprechender Start gelingen. Wenn Disney+ aber nicht schnell genug auch in weiteren Ländern verfügbar wird, werden wohl einige Fans der Franchise die exklusive Serie auf diversen Piraterie-Seiten konsumieren. Generell ist mit den steigenden Anbietern an Streamingdiensten zu erwarten, dass die Piraterie wieder ansteigt, schliesslich will und kann nicht jeder fünf Dienste gleichzeitig abonnieren.

(red)

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