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Erstmals seit den 1980er-Jahren werden in den USA mehr Schallplatten als CDs verkauft. (Symbolfoto: Shutterstock)
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Region|25.09.2020 (Aktualisiert am 29.09.20 16:47)

80er sind zurück: Vinyl überholt CDs

SCHAAN - Rund zwanzig Jahre lang thronte die CD uneingeschränkt über dem Musikmarkt. Ehe MP3 und andere digitale Formate diese konkurrenzierten. Nun erwirtschafteten CDs erstmals seit den 1980ern in den USA weniger Umsatz als sein Vorvorgänger die Schallplatte.

Erstmals seit den 1980er-Jahren werden in den USA mehr Schallplatten als CDs verkauft. (Symbolfoto: Shutterstock)

SCHAAN - Rund zwanzig Jahre lang thronte die CD uneingeschränkt über dem Musikmarkt. Ehe MP3 und andere digitale Formate diese konkurrenzierten. Nun erwirtschafteten CDs erstmals seit den 1980ern in den USA weniger Umsatz als sein Vorvorgänger die Schallplatte.

In den USA wurden 1986 zum ersten Mal mehr CDs als Schallplatten verkauft. Damals war gerade Whitney Houstons Debütalbum das meistverkaufte Album des Jahres. Dank Streamingdiensten wie Spotify ist es wenig verwunderlich, dass die Umsätze und Verkäufe von CDs seit Jahren kontinuierlich in fast allen Märkten rückläufig sind. Die USA wird hier oft als Vorbote gesehen, dessen Entwicklungen sich mit Verzögerung auch in Europa bewähren. Neueste Zahlen aus dem Markt vermelden nun eine Trendwende bei den physischen Musikträgern. Erstmals seit den 1980ern brachten Schallplatten mehr Geld herein, berichte CNN. Die Vinylscheibe ist dabei im Prinzip der Vorvorgänger der CD. Sie war der Musikträger der Wahl, ehe die Musikkassette kam. Damit drohte der Schallplatte eigentlich in der Versenkung zu verschwinden. Seit einigen Jahren feiert sie nun aber ein Comeback. Plötzlich stiegen die Verkaufszahlen, wenn auch auf niedrigem Niveau. Laut den Zahlen für das erste Quartal im USMusikmarkt erwirtschafteten Schallplatten in der ersten Jahreshälfte 2020 einen Umsatz von 232,1 Millionen Dollar. CDs hingegen kamen lediglich auf 129,9 Millionen US-Dollar. Das Vinyl schnitt also gleich um rund 79 Prozent besser ab, wie aus den Zahlen der Recording Industry Association of America (RIAA) hervorgeht. Der gesamte Markt für physische Musikträger in den USA erlebte im Jahresvergleich einen Einbruch von 23 Prozent. Musikstreamingdienste verzeichnen hingegen weiter regen Zulauf.

(red)

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