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Der Rheintaler Eishockeyclub «Chinooks» besteht bereits seit 20 Jahren. Auf dem Bild ist ein Teil der Mannschaft in der Eishalle in Grüsch zu sehen. (Fotos: Ursina Marti)
Sport
Region|20.11.2020

«Wir mögen das Wasser lieber gefroren als flüssig»

In voller Montur, vom Schlittschuh bis zum Helm ausgerüstet, konzentriert den Eishockeyschläger in der Hand. So stehen die Chinooks auf dem Eis. Da, wo es kühl und gefroren ist, fühlen sich die Spieler wohl.

Der Rheintaler Eishockeyclub «Chinooks» besteht bereits seit 20 Jahren. Auf dem Bild ist ein Teil der Mannschaft in der Eishalle in Grüsch zu sehen. (Fotos: Ursina Marti)

In voller Montur, vom Schlittschuh bis zum Helm ausgerüstet, konzentriert den Eishockeyschläger in der Hand. So stehen die Chinooks auf dem Eis. Da, wo es kühl und gefroren ist, fühlen sich die Spieler wohl.

Vor 20 Jahren sassen ein paar Eishockeyfreunde im Rössli Werdenberg zusammen und kamen auf die Idee, einen Eishockeyclub zu gründen. Natürlich musste dafür auch ein Name her, der aber auch schnell gefunden war. Gründungsmitglied Jürg Lippuner schlug den Namen «Chinooks» vor. Dieser stammt von den Indianern ab und ist ein bekannter Föhn in Kanada. Gleich schon zu Beginn der Chinooks- Ära im St. Galler Rheintal wurden 25 Mitglieder gezählt, die in ihrer Freizeit Pucks im Netz versenken wollten.

Das Eis ist ihr Ding

Heuer feiert der Verein bereits sein 20-jähriges Jubiläum. Raphael Thommen aus Buchs steht ebenfalls schon lange auf dem Eis und freut sich jeweils auf den Winter. Er spielt bereits seit elf Jahren Eishockey. Seine sportliche Karriere begann aber mit Tennis und Fussball. «Eishockey macht einfach Spass, und wir sind eine tolle Truppe. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte früher mit dem Eishockeyspielen angefangen.» So leicht, wie es aussieht, ist es durchaus nicht. Jeder weiss das, der schon einmal selbst mit Schlittschuhen auf dem Eis stand. Beim Eishockey kommt dazu noch die Ausrüstung: Man sollte den Schläger halten können und auch noch den Puck treffen. Dafür müsse man mit dem Kopf bei der Sache sein und komme auch reichlich ins Schwitzen. «Bei uns sieht man aber, dass wir eine Plauschmannschaft sind, doch schlussendlich zählt die Freude daran», erklärt Thommen.

Winter und Eis – ihre Zeit

Die Chinooks trainieren vor allem im Winter gemeinsam. Den Saisonstart markiert jeweils das Trainingslager, bei dem sich alle wieder mit dem Eis vertraut machen. «Da wir im Sommer nicht sehr viel gemeinsam tun, müssen wir zuerst wieder Schlittschuhfahren lernen», schmunzelt Trainer Alfred Wilhelm. «Bei den Trainings müssen wir den Goalie beschäftigen, machen uns mit dem Puck vertraut und trainieren auch Aufstellungsspiele. » Auch bei Wilhelm ist die Freude am Eishockey ins Gesicht geschrieben, zudem hat er es als Bündner im Blut: «Ich bin schon als kleiner Junge auf dem Eis herumgerutscht und hatte grossen Spass daran. Als Jugendlicher war ich dann aber weniger interessiert. Als ich älter wurde, habe ich dann durch Freunde wieder den Weg zum Eishockey gefunden und stehe wieder auf dem Eis.» Wilhelm spielt nicht nur selbst Eishockey, er trainiert auch die Chinooks. Dies, weil der vorherige Trainer keine Zeit mehr hatte. Das sei kurzerhand entschieden worden, dass dies nun er übernehmen solle. «Mir sagt Eishockey mehr als Fussball. Das Wasser habe ich lieber gefroren als flüssig», so Wilhelm. Die Chinooks trainieren zwar im Sommer nicht offiziell, dennoch treffe man sich. Auch mal auf dem Beachvolleyballfeld oder in der Boulderhalle.

Konzentriert schauen die Chino­oks-Mitspieler zu, bis sie wieder selbst Einsatz auf dem Eis haben.

Vom Inlinehockey zum Eishockey

Der Buchser Manuel Bischof ist auch Mitglied bei den Chinooks und hat vor 18 Jahren die Rollschuhe gegen Schlittschuhe ausgewechselt. Zwar sei das Eishockeyspielen nicht so einfach, wie es bei den meisten aussehe, dennoch könne man es lernen. Obwohl es in der Eishalle kalt ist, man bei einem Sturz nicht sanft landet und natürlich auch ein Kampf auf dem Eis stattfindet, könnte sich Bischof kein besseres Hobby vorstellen: «Ich habe den Eishockeysport bereits als Kind immer im Fernsehen bewundert und war auch ab und an in Davos und Rapperswil bei Spielen dabei. Da ich damals noch nicht Autofahren konnte, war es aber schwierig, Eishockey zu spielen.» Heute ist Bischof wie die meisten mobil unterwegs und kann Eishockey spielen, denn die Chinooks trainieren im bündnerischen Grüsch. Und dass Eishockey nicht nur ein Männersport ist, merkt man bei den Chinooks schnell, denn bei ihnen im Team spielt auch ein Frau mit und steht regelmässig mit auf dem Eis.

(um)

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