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Sina Senti (links) und Romina Caviezel (rechts) reisten mehr als ein halbes Jahr durch die Welt. Hier zu sehen mit einer Menschengruppe in Tansania. (Fotos: ZVG)
Unterwegs
Region|03.07.2020

Zu zweit 20 Länder unter die Lupe genommen

Im Sommer 2018 reisten die Liechtensteinerinnen Romina Caviezel und Sina Senti in die Ferne. Als sie ins Flugzeug einstiegen, sagten sie für eine längere Zeit «Adieu, Heimat». Das Abenteuer ging los. Die beiden saugten die Eindrücke förmlich auf und hielten ihre Erlebnisse in Bildern fest.

Sina Senti (links) und Romina Caviezel (rechts) reisten mehr als ein halbes Jahr durch die Welt. Hier zu sehen mit einer Menschengruppe in Tansania. (Fotos: ZVG)

Im Sommer 2018 reisten die Liechtensteinerinnen Romina Caviezel und Sina Senti in die Ferne. Als sie ins Flugzeug einstiegen, sagten sie für eine längere Zeit «Adieu, Heimat». Das Abenteuer ging los. Die beiden saugten die Eindrücke förmlich auf und hielten ihre Erlebnisse in Bildern fest.

Einmal den Job hinter sich lassen und einfach in jeden Tag hineinleben und nehmen, was kommt – Das haben sich auch Caviezel und Senti gedacht. Am 16. Juni 2018 war es so weit: Nachdem die beiden ihre Taschen gepackt und Abschied genommen hatten, reisten sie ab. «Wir haben vor allem die Kontinente Afrika und Asien bereist. Ausserdem haben wir uns kurz auf dem australischen Kontinent aufgehalten inklusive Neuseeland », erzählt Caviezel. Zum Schluss kamen auch noch Länder in Nord- und Südamerika dazu. Insgesamt haben die beiden 20 verschiedene Länder besucht. Marokko, Spanien, Tansania, Sansibar, Südafrika, Lesotho, Madagaskar, Sri Lanka, Myanmar, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, Singapur, Indonesien, Australien, Neuseeland, Mexiko, Kolumbien und Ecuador – die Liste ist lang. In all diesen Ländern waren die beiden jungen Frauen unterwegs. Diese Länder wählten sie aber nicht willkürlich, sondern sie waren die «letzte Auswahl» der Wunschliste, wie Caviezel erzählt: «Nach etlichen Gedanken haben wir eine Liste mit unseren Favoriten gemacht. Ausserdem haben wir uns im Voraus darüber informiert, welche Länder als ‹nicht zu gefährlich› gelten und gut für zwei Frauen zu besuchen sind.» Bevor die beiden zu Ende planten, holten sie sich Rat in einem Reisebüro und klärten ab, wann in welchem Land die beste Reisezeit ist. Dann starteten die beiden mit ihrer Liste. Diese passten sie allerdings hin und wieder – ihren Wünschen entsprechend – an.

Afrika, Asien und ein bisschen Australien 

Begonnen haben sie im warmen, sandigen und eindrücklichen Marokko. Dort haben die beiden einiges erlebt. Bereits im Voraus buchten sie Touren für Marokko, Tansania und Madagaskar, weil diese Länder als eher gefährlich gelten, aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel nicht das Gelbe vom Ei seien. Nachdem sie den afrikanischen Kontinent besucht hatten, ging es weiter nach Asien. Dort sollten sie gleich lang bleiben wie zuvor in Afrika: drei Monate. Die Zeit sei schneller vergangen, als man sich vorstellen könne: Nun lag bereits ein halbes Jahr hinter den beiden jungen Frauen. Weihnachten stand vor der Tür und die beiden überlegten sich, wo sie dieses Fest feiern könnten. «Wir entschieden uns, zu meiner Tante nach Melbourne in Australien zu reisen und dort zu verweilen. Über Silvester und für den ganzen Januar kam noch Besuch aus Liechtenstein zu uns nach Australien», erzählt Senti. Nach Campingabenteuern in Australien und Neuseeland ging es bereits weiter. Senti und Caviezel machten sich auf den Weg nach Mexiko. Dort haben sie sich entspannt, denn es standen zwei grössere Reisen durch Kolumbien und Ecuador auf dem Plan. Um solch eine lange Reise zu planen und auch gemeinsam zu erleben, brauche es nicht nur Vertrauen, sondern auch Kompromisse. Für Caviezel und Senti war es aber nicht sehr schwierig, da sie bei der Wahl der Länder in etwa die gleichen Vorstellungen hatten. Wollte eine ein Land unbedingt sehen, habe sich die andere schlichtweg angepasst. Nach sechs Monaten voller Eindrücke und Erinnerungen sei schwer zu sagen, was das beste Erlebnis in der ganzen Zeit war. Dennoch kann sich Caviezel an zwei Momente besonders erinnern: «Ein grosses Highlight war die Safari in Tansania. Bei dieser haben wir wildlebende Tiere aus nächster Nähe gesehen. Auch eines unserer besondersten Erlebnisse war ein Ritt auf einem Strauss in Südafrika. Was uns bestimmt fürs Leben geprägt hat, sind die Geschichten zum Vietnam- und Kambodscha-Krieg.»

Die Freundschaft auf dem Prüfstand Wenn man so eine lange gemeinsame Reise plant, wird sicherlich auch die Freundschaft auf die Probe gestellt. Doch für Senti und Caviezel lief alles rund. «Wir haben uns während der Reise nie gestritten und auch bei den Vorbereitungen nicht. Doch eine Garantie dafür, dass dies so lange gut geht, hatten wir nicht», erzählt Senti. Vor der Reise versprachen sich die beiden, immer ehrlich zueinander zu sein. Somit waren auch die Bedenken, dass es nicht gut gehen könnte, verschwunden. Es bleiben die gemeinsamen Erinnerungen. Dazu zähle auch ein Erlebnis, das sie Sri Lanka nicht so schnell vergessen lässt: «Wir wollten unbedingt wie die Einheimischen reisen und haben eine Busfahrt zu unserem Ausflugsziel geplant. Aber schon der Einstieg gestaltete schwierig, da die Busse nicht wirklich anhalten wie bei uns. In Sri Lanka muss man in den Bus springen. Bis wir alleine nur schon das verstanden hatten, verging eine halbe Stunde. Im Bus drinnen sagten wir dem Kontrolleur, wo wir aussteigen wollen und waren auf einer rasanten und waghalsigen Busfahrt. Nach einer weiteren halben Stunde haben wir gemerkt, dass wir bereits an unserem Ziel vorbeigefahren waren», erzählt Caviezel. Aus vielen kleinen Abenteuern wurde ein einzig grosses. Nach zahlreichen Monaten voller Eindrücke waren sie im Februar 2019 wieder zurück in Liechtenstein.

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