Werner Gantenbein und Donatella Rasi bieten mit Ganras Travel geführte Rundreisen im südlichen Afrika an. Dabei haben die Gäste die Möglichkeit, selbst mit den Fahrzeugen durch die Landschaft zu fahren. (Fotos: ZVG)
Unterwegs
Region|17.12.2021

Donatella Rasi: «Wir lieben es, den Gästen unsere Lieblingsorte zu zeigen»

Die ehemalige Lehrerin Donatella Rasi wagte den Schritt in die Selbstständigkeit: Sie ist nun Rundreiseleiterin. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten ist sie heute erfolgreich und bereiste schon fast 60 Länder auf allen Kontinenten.

Werner Gantenbein und Donatella Rasi bieten mit Ganras Travel geführte Rundreisen im südlichen Afrika an. Dabei haben die Gäste die Möglichkeit, selbst mit den Fahrzeugen durch die Landschaft zu fahren. (Fotos: ZVG)

Die ehemalige Lehrerin Donatella Rasi wagte den Schritt in die Selbstständigkeit: Sie ist nun Rundreiseleiterin. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten ist sie heute erfolgreich und bereiste schon fast 60 Länder auf allen Kontinenten.

Als Rasi noch als Lehrerin arbeitete, nutzte sie die Schulferien, um ihr Reisefieber zu stillen. Immer mehr rutschte sie in die Reisebranche hinein. «Ich habe schon vor der Gründung meiner Firma nebenbei Reisen organisiert und wann immer möglich diese Reisen auch selbst begleitet », sagt Rasi. Vor 21 Jahre konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen. Doch es sollte nicht von Anfang an funktionieren, wie sie berichtet: «Nach dem 11. September 2001, dem «grossen Crash», kam der gesamte Reiseverkehr zum Erliegen. So war ich meinen neuen Job wieder los.» Für die Oberschanerin dennoch kein Grund, aufzugeben: Nach einigen missglückten Versuchen bei diversen Veranstaltern wagte sie kurzerhand – oder eher notgedrungen – den Schritt in die Selbstständigkeit. «Diesen Schritt habe ich bis heute nie bereut. Reisen ist und bleibt meine Leidenschaft», erzählt Rasi. Auch ihr Mann teile diese Freude und diene ihr vor allem als Rückendeckung während der Reisen.

Einmal um den Globus

Bei Ganras Travel gibt es keine Angebote, die Kunden aussuchen können, sondern sie werden speziell und einzig nach Kundenwunsch zusammengestellt. «Ich bin mit Leib und Seele dabei und finde es unheimlich spannend, besonders knifflige Reisewünsche zu ermöglichen », sagt Rasi. Spezialisiert ist Ganras Travel vor allem aber auf den südlichen Teil Afrikas und Kuba: «Dort bieten wir unter anderem auch exklusiv durch uns geführte Selbstfahrer-Touren an.» Bis vor Corona gab es auch Musikreisen in den Süden der USA. Auf Anfrage organisiert Ganras Travel aber auch Reisen zu anderen Zielen, wie zum Beispiel die USA, Australien oder auch Länder in Ostafrika. Rasi ist es wichtig, dass Gäste zu Freunden werden, etwas vom Reisefeeling zu spüren bekommen, wie auch sie es auf Reisen verspürt. «Wir lieben es, den Gästen unsere Lieblingsorte zu zeigen und ihnen Einblicke in Welten zu bieten, die anderen Reisenden verborgen bleiben», sagt sie. Dennoch gehen die beiden immer auch die Wünsche der Gäste ein. Immerhin sollen die Gäste entscheiden, wie ihre Tour aussehen soll.

Die von Ganras Travel geführten Reisen finden meist in Kleingruppen statt. Auf Wunsch führen sie die Reisen ab einer Person durch – normalerweise sind zwischen drei bis acht Personen dabei. «Jede Teilnehmergruppe, ob Paar, Familie oder Freunde, steuert ihr eigenes Fahrzeug, was besonders in Teilen Afrikas eine echte, aber auch spannende Herausforderung sein kann», sagt Rasi. Einzelpersonen hätten die Möglichkeit, im Leadfahrzeug mitzufahren. Geschlafen werde in verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten. Oft werde die Unterkunftsart gemischt: einmal im Zelt, ein andermal in einer Lodge – eben ganz nach Vorlieben der Teilnehmer. Rasi sei es wichtig, dass die Reisen erholsam und abwechslungsreich sind. Zudem berechne Ganras Travel die Preise so, dass auch die lokalen Mitarbeiter und Guides einen fairen Lohn bekommen.

Ferne Länder, andere Kulturen, fremde Sprachen

«Ferne Länder, Kulturen und die Natur faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Auch die direkte Begegnung mit Menschen und Tieren kann atemberaubend sein», erzählt Rasi. Hauptmotiv sei also, dem Alltag zu entfliehen. Eine grosse Vielfalt an Erlebnissen, Abenteuern, Herausforderungen, Begegnungen und Freundschaften bereichern Rasis Leben. Nach fast 60 bereisten Ländern ist sie sich sicher, dass Reisen süchtig macht. «Ich denke nie ‹oh wie schade, die Reise ist schon zu Ende›, sondern nur, dass ich mich bereits auf das nächste Mal freue», berichtet sie. Ausser der Antarktis hat Rasi schon alle Kontinente bereist – viele davon auch mehrmals. «Besonders angetan hat es mir Afrika. Dies schon seit meiner Kindheit», erzählt die Oberschanerin. Mit Leidenschaft und Sehnsucht habe sie jeweils die TV-Serie «Daktari» geschaut, eine Serie eines fiktiven Tierdoktors in Afrika. Namibia und Botswana bezeichnet sie mittlerweile als ihre zweite Heimat. Neben Afrika fasziniere sie sich auch für Kuba: «Der Inselstaat ist unheimlich faszinierend. Vor allem, wenn man sich weg von den Stränden von Varadero traut. Es ist eine Zeitreise, die in die 1950er- und 1960er-Jahre führt.» Zudem seien die Menschen in Kuba gebildet, lebensfroh und ausserordentlich zuvorkommend. Deren Armut sei aber nicht zu übersehen. Dennoch sei es nirgendwo elendig oder schmutzig.

Rasi sei es nicht wichtig, wohin die nächste Reise führt. Wichtiger sei, dass sie überhaupt reisen könne. Wenn sie jedoch wählen könnte, würde sie sich für einen Ort entscheiden, an dem häufig die Sonne scheint, an dem es viel Natur gibt und an dem Geld nicht so eine grosse Rolle spielt.

(um)

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