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Die Dampflokomotive «Tigerli» steht seit vielen Jahren beim Bahnhof Buchs und gilt als Wahrzeichen für die Stadt. (Foto: Eugen Dornbierer)
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Region|22.11.2019

Frische Farbe für «S’Tigerli»

Eine lange Geschichte steckt hinter der Dampflokomotive «Tigerli», die seit vielen Jahren auf einem Podest beim Bahnhof Buchs steht. Nun wurde sie aufgehübscht und bekam rundherum einen neuen Anstrich.

Die Dampflokomotive «Tigerli» steht seit vielen Jahren beim Bahnhof Buchs und gilt als Wahrzeichen für die Stadt. (Foto: Eugen Dornbierer)

Eine lange Geschichte steckt hinter der Dampflokomotive «Tigerli», die seit vielen Jahren auf einem Podest beim Bahnhof Buchs steht. Nun wurde sie aufgehübscht und bekam rundherum einen neuen Anstrich.

Von 1875 bis 1941 hat der gebürtige Thaler Jakob Dornbierer in Buchs gelebt und gearbeitet. Er war Lokomotivführer und brachte mit seiner Lokomotive «Tigerli E3/3 8487» Güter nach St. Gallen und Chur. Dies war laut seinem Enkel Eugen Dornbierer auch sein Traumberuf. Für eines war Jakob Dornbierer bekannt: «Dampf und Hitze erzeugen Durst! Man erzählte mir, der Grossvater hätte immer dann, wenn er besonders durstig gewesen ist, das Signalhorn dreimal ertönen lassen.» Wie Dornbierer weiter erzählt, sei Jakob Dorbierer im 66. Lebensjahr, kurz nach seiner Pensionierung als Lokomotivführer, an den Folgen einer Lungenentzündung im Spital Grabs gestorben.
Nach der Elektrifizierung wurde die Lokomotive ausrangiert und sollte auf den Schrottplatz. Ein paar Buchser Freunde aus dem Verkehrsverein haben dies verhindert und «s`Tigerli» vor dem Schneidbrenner gerettet. Sie bekam einen Ehrenplatz in der Nähe ihres alten Arbeitsplatzes und weilt seitdem an dieser Stelle. «Die Lok ist eine Zeitzeugin. Sie erinnert an die Zeit vor der Elektrifizierung. Sie ist auch ein Symbol für die (handwerktätige-) Arbeiterschaft. Die Lok gehört zum Bahnhof, gerade in der Zeit in der wir leben, wo die Mobilität mit öffentlichen Transportmitteln von grosser Bedeutung ist. Sie ist auch ein Sinnbild für den Fortschritt; weg von der Kohle, hin zur elektrischen Energie mit sehr positivem CO2-Fussabdruck!» erzählt Eugen Dornbierer. Über die Jahre hat die Lokomotive durch das Wetter einiges abbekommen und teils kam der Rost hervor. Nun wurde die Lokomotive von davon befreit und darf «aufgemotzt» in schöner, schwarzer Farbe als kleines Buchser Wahrzeichen weiterhin am Bahnhof stehen.

Jakob Dornbierer. (Foto: ZVG)
(um)

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