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Elisabeth Görgin interessiert sich leidenschaftlich für die Meditation und will dies ihren Kunden weitergeben. (Fotos: Pietro Manco)
Vermischtes
Region|22.11.2019

Mit viel Entspannung die Knoten lösen

Elisabeth Görgin wurde in Buchs geboren und arbeitet als Buchhalterin in einem Treuhandbüro. Doch seit einiger Zeit gibt es noch ein anderes Thema, das sie sehr beschäftigt. Neben ihrer Arbeit meditiert sie, gibt Beratungen, versetzt Menschen in Hypnose und heilt sie auf energetischer Ebene.

Elisabeth Görgin interessiert sich leidenschaftlich für die Meditation und will dies ihren Kunden weitergeben. (Fotos: Pietro Manco)

Elisabeth Görgin wurde in Buchs geboren und arbeitet als Buchhalterin in einem Treuhandbüro. Doch seit einiger Zeit gibt es noch ein anderes Thema, das sie sehr beschäftigt. Neben ihrer Arbeit meditiert sie, gibt Beratungen, versetzt Menschen in Hypnose und heilt sie auf energetischer Ebene.

Bereits in jungen Jahren hatte Elisabeth Görgin den Drang, den Menschen zu helfen. So versuchte sie sich des Öfteren in sozialen Projekten, konnte aber nirgendwo richtig Fuss fassen. Vor eineinhalb Jahren sprang sie nahezu überall das Thema Hypnose an. Sie fasste es als Zeichen auf und fing an, sich mit der ganzen Thematik zu befassen. Sie schaute sich das Ganze genauer an und ihr Interesse wurde grösser: «Da ich zu jenem Zeitpunkt selbst mit innerlichen Blockaden zu kämpfen hatte, versuchte ich diese mittels Hypnose zu lösen.» Ihre anfängliche Skepsis stieg schnell in Faszination um, als sie merkte, wie ursachengerecht die Behandlung ist. «Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war ich nicht mehr glücklich und suchte etwas, was mich zufrieden stimmt», erzählt Görgin weiter. Dazu hat sie auch Ausbildungen gemacht und Kurse besucht: «Das Interessanteste für mich war die Hypnoseausbildung. Endlich durfte ich selbst üben und das Theoretische ins Praktische umsetzen.» Für diese Ausbildung musste sie im Voraus als Selbststudium ein Buch über «Gesundheit und Heilung auf natürlichem Weg» lesen. Während der Ausbildung wurde ihr viel über die Psyche eines Menschen beigebracht, was die Emotionen in uns auslösen und wie die Ursache einer seelischen oder körperlichen Krankheit geheilt werden kann. Schritt für Schritt wurde das Erlernte auch unter den Kursteilnehmern geübt. Die Hypnose kann mit einer Tiefenentspannung verglichen werden, worin das Unbewusste ins absolute Bewusstsein gelangt. Jeder könne dieses Handwerk erlernen, denn jeder habe diese Werkzeuge in sich. Das Einzige was es braucht, ist das Interesse und der Wille, anderen helfen zu wollen. Wer schon grundsätzlich eine Abneigung hat, könne dies auch nicht umsetzen, denn schlussendlich sei alles Kopfsache. Dies gilt auch andersrum für die Kunden. Wer dem Gegenüber abgeneigt ist, kann kein Erfolg erzielen.

Reaktionen aus dem Umfeld

«Natürlich wird dieser Bereich von vielen noch belächelt, doch es ist keine Zauberei, sondern man tut einfach seinem Körper etwas Gutes.» Görgin erhielt viele Rückmeldungen, positive sowie auch negative. «Mein Umfeld hat ganz unterschiedlich reagiert. Da war viel Gegenwind dabei, aber auch sehr viel Zuspruch.» Das sei aber auch in Ordnung, denn nicht jeder sei der Typ dafür. «Klar, meine Art von Arbeit wird von einigen belächelt, weil sie nicht der typischen Schulmedizin entspricht. Ich bin aber der Meinung, dass einer Heilung nicht vorgeschrieben werden soll, wie sie zu erfolgen hat», sagt Görgin weiter. Für sie ist aber klar, dass beim Thema rund um die Meditation und Hypnosetherapie sowie auch den anderen Bereichen noch Aufklärungsbedarf bestehe. «Unsere Gesellschaft ist eben zu wenig informiert und da sind Vorurteile vorprogrammiert.» Darum möchte Görgin so gut wie möglich erklären, was sie tut, damit die Menschen verstehen, dass sie nicht «zaubert». Zudem liege es schlussendlich am Patienten selbst. Je mehr er mental loslassen, sich entspannen kann, desto mehr wirkt das Ganze. Wer nur eine Beratung möchte, kann auch ganz einfach nur ein Gespräch mit Görgin führen.

Viele Wege zur Entspannung

Wer sich zur Meditation entscheidet, kann das alleine machen oder auch in der Gruppe. Görgin bietet geführte Meditationen an. Dabei liegt man auf einer Yogamatte und nimmt am besten noch ein Kissen unter den Kopf. Dann muss man körperlich nicht mehr tun als die Augen zu schliessen. Anschliessend folgt man nur noch den Worten von Elisabeth Görgin: «Ich versuche, die Leute in eine totale Tiefenentspannung zu bringen. Dabei sollen sie nicht nur den Körper entspannen, sondern auch mental sämtlichen Ballast loslassen.» Zur Unterstützung läuft im Hintergrund ruhige und entspannende Musik. Das Ziel dabei sei es, die eigene Mitte wiederzufinden. Sich selbst wieder kennenzulernen und das Selbstbewusstsein aufzubauen. Bei der Hypnosetherapie verläuft der Prozess ähnlich, nur dass es keine Musik gibt und man dies alleine macht. «Vor der eigentlichen Behandlung führe ich ein Gespräch. Zuerst muss ich wissen, was den Patienten zu mir führt. Von welchen Phobien, Ängsten, Blockaden will er sich lösen? Was wünscht er sich von der Therapie? Ich stelle Fragen über sein Umfeld, seiner Kindheit, Partnerschaften, sodass ich ein Gesamtbild vom Kunden habe.» Danach nimmt die Person auf der Liege Platz und liegt einfach nur da. Eine Hypnose darf man sich aber nicht vorstellen, wie man es vielleicht vom Fernsehen her kennt. Tatsächlich ist es so, dass sogar alle Sinne verschärft sind und im Unterbewusstsein «gegraben» werden kann, bis die Ursache für die Knoten gefunden wird, die gerne gelöst werden wollen. Wer eine andere Art Therapie möchte, um mental entspannter zu sein, kann dies auch mit dem energetischen Handauflegen. Um Blockaden zu lösen, wird die Hand auf die verschiedenen Punkte am Körper aufgelegt; sei es der Kopf, die Brust oder der Bauch. «Es funktioniert ähnlich wie bei der Akupunktur, nur das hier die Hand anstatt Nadeln verwendet werden», erklärt Görgin. Dabei sollen die Knoten gelöst werden, sodass die Energie wieder ohne Probleme durch den Körper fliessen kann. Dies kann sich durch Müdigkeit, Lustlosigkeit oder auch Stress zeigen.

Körper braucht mentale Erholung

«Energie tanken ist die halbe Miete. Denn wenn der Kopf nicht funktioniert und man ständig unter Druck ist, nützt das niemandem etwas», sagt Görgin. Für sie sei die Meditation eine Möglichkeit, um sich zu entspannen, man könne aber genau so gut einfach mal fünf Minuten in der Sonne sitzen. «Ich fahre oft in der Mittagspause hinaus zum Rhein – setze mich auch einen Stein und lasse die frische Luft an mir vorbeiziehen. Das reicht schon, um kurz auszulüften.» Entspannen könne nämlich jeder wie er möchte. Wichtig ist einfach, dass man sich die Ruhepause gönnt. Je länger und öfter man dies macht, desto besser fühle man sich. Das sei auch der Sinn der Meditation und auch da sei nicht vorgegeben, wie man es zu machen habe. «Meditieren kann man überall und egal wie lange. Und wenn man dies regelmässig macht, ist man auch in hektischen Situationen total entspannt.»

(Foto: Michael Zanghellini)

Ursina Marti, «fritig»-Redaktorin, wagte den Selbstversuch

«Da ich letztes Jahr gleich zwei Autounfälle hatte, dachte ich zwar immer, es geht mir gut, doch mental hat sich immer mehr eine Angst gezeigt. Ich kann nicht mehr beruhigt als Beifahrerin in einem Auto sitzen. Darum wollte ich das Problem mit der Hypnosetherapie angehen. Zuerst führte Elisabeth Görgin ein langes Gespräch mit mir, um mehr über mich, meine Angst und mein Leben zu erfahren. Danach legte ich mich auf die Liege. Ich schloss also meine Augen und versuchte,s immer mehr und mehr zu entspannen. Tatsächlich haben wir Momente aus meinem Leben gefunden, die mich traurig, wütend oder auch ängstlich gemacht haben. Eine Hypnose ist aber nicht, dass man durch Schnipsen völlig weg ist, nein, man muss sich selbst Schritt für Schritt einfach nur entspannen. Und die Umgebung nimmt man trotzdem wahr. Und so konnte sie in meiner Vergangenheit graben, indem ich antwortete. Als ich und mein Unterbewusstsein nichts mehr anzusprechen hatten, holte mich Elisabeth zurück. Ich war so entspannt, dass meine Augen sich nicht öffnen wollten. Langsam zählte sie von eins bis zehn und ich öffnete mit einem viel entspannteren Gefühl meine Augen. Natürlich probierte ich gleich aus, ob ich mich schon besser fühle. Ich sass also abends bei meiner Mutter im Auto. Es war zwar noch eine gewisse Angst da, doch ich konnte mich schon entspannter hinsetzen. Für mich ist Hypnose keine Zauberei und es nützt, wenn man immer wieder sich die Zeit nimmt und einfach nichts tut.

www.soulbalance-elisabeth.ch

(um)

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