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(Foto: Sascha Michael Campi)
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Region|17.01.2020

Die Gefahren im Internet

Das Internet hat die ganze Welt zu einem einzigen Dorf vereint. Was viele Vorteile mit sich bringt, birgt jedoch auch viele Gefahren.

(Foto: Sascha Michael Campi)

Das Internet hat die ganze Welt zu einem einzigen Dorf vereint. Was viele Vorteile mit sich bringt, birgt jedoch auch viele Gefahren.

Cyber-Crime ist ein Thema, das immer mehr aufkommt, auch die Strafverfolgungsbehörden haben eigens dafür Abteilungen erschaffen. Gerade Jugendliche geraten durch das Surfen immer mehr in Versuchung, Neues zu erkunden, was einige schamlos ausnutzen. Einzelne Politiker haben bereits darauf aufmerksam gemacht. Gerade in Chats werden Jugendliche immer mehr bedrängt. Tests haben ergeben, dass wenn Sie sich mit einem Nicknamen, wie zum Beispiel «Lisa14 oder Lisa16» einloggen, Sie um ein Vielfaches mehr angeschrieben werden, als wenn Sie eine höhere Zahl hinten anfügen. Junge Mädchen und Knaben werden im Internet angeschrieben und gerade Chats, die auch das Verschicken und Hochladen von Bildern ermöglichen, führen immer mehr dazu, dass Bilder ins Netz gestellt werden, oft an jemanden geraten, der nicht die Person ist, die er vorgibt zu sein. Auch wenn grössere Chatplattformen versuchen, dem Missbrauch ihrer Plattform entgegenzuwirken, so gibt es immer wieder gefährliche Schlupflöcher. Orientiert man sich im Internet zu diesem Thema, findet man immer wieder den Hinweis, dass zur Prävention die Aufklärung das Wichtigste sei. Dabei wird gerade an die Eltern appelliert, dass sie ihre Kinder beim Einstieg ins Internet begleiten und sie auf die Gefahren aufmerksam machen sollen. Auch immer mehr Schulen befassen sich mit dem Thema. Die Schüler werden auf die Gefahren hingewiesen und die möglichen Folgen werden ihnen aufgezeigt. Gesetzlich hinkt die Schweiz ihrem Nachbarland Deutschland noch hinterher. Wer sich in Deutschland mit sexuellen Absichten jemandem unter 14 Jahren annähert, wird mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft. In der Schweiz kann dabei höchstens eingegriffen werden, wenn es zu einem Treffen kommt. Gerade die Partei CVP hat sich diesbezüglich bereits für eine Verschärfung eingesetzt, bislang jedoch ohne Erfolg. Aber nicht nur die Chatplattformen birgen Gefahren, auch die Foren der Social-Media-Plattformen. Gerade Mobbing kommt darin nicht nur vor, sondern es kann durch die Vernetzung gar in eine Mobbingwelle ausarten. Wir erinnern uns an das Jahr 2017, als sich eine Dreizehnjährige im Kanton Aargau aufgrund eines Shitstorms im Internet das Leben nahm. Gerade da die Folgen bis zum Schlimmsten führen können, gilt es, dringend neue Ansätze in Sachen Prävention zu eruieren. Schaut man sich auf den Chatplattformen um, ist es auffällig, dass man sich sehr einfach einloggen kann. Man gibt einfach einen Namen und eine Zahl ein und man ist sichtbar. Es gilt daher, endlich eine gesetzliche Linie zu schaffen, dass man sich, um in einen Chat zu gelangen, detailliert beim Betreiber anmelden muss, dass man Namen, Adresse, Alter und je nachdem eine Kopie der Identitätskarte hinterlegen muss. Erst nach dieser Voraussetzung haben die Betreiber eine genauere Übersicht, über die Teilnehmer ihrer Plattform und genau dann werden auch die Kontrolle und die Massnahmen effektiver.

(smc)

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