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Region|14.02.2020

Der Tag der Liebe: Brauch des Valentinstags

Kaum hat das neue Jahr begonnen, bleibt für Verliebte ein bisschen Zeit zur Vorbereitung. Am 14. Februar ist Valentinstag und sind wir ehrlich, die meisten erwarten etwas. Doch wissen alle Verliebten auch, wieso wir diesen Brauch feiern?

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Kaum hat das neue Jahr begonnen, bleibt für Verliebte ein bisschen Zeit zur Vorbereitung. Am 14. Februar ist Valentinstag und sind wir ehrlich, die meisten erwarten etwas. Doch wissen alle Verliebten auch, wieso wir diesen Brauch feiern?

Viele Bräuche, die wir das Jahr hindurch feiern, sind meist nicht auch von uns erfunden. Ein Beispiel Halloween. So ist es auch mit dem Valentinstag. Dieser hat auch eines Tages den Weg in unsere Region gefunden und wird dort seit dato zelebriert. Die einen finden, man kann diesen Tag jeden Tag feiern und der Liebsten sagen, wie gerne man sie hat, andere nutzen diese Chance nur am Valentinstag. Schön ist, denn wenn man es überhaupt mal sagt, schliesslich kann man Blumen und Co. das ganze Jahr kaufen. Und Geschenke sind ja nicht alles: schöner ist es, wenn man weiss, wieso man so ein Geschenk bekommt.

Wer hat’s erfunden?

Wer ganz genau der Urheber dieses Tages ist, kann nur spekuliert werden. Eine Geschichte zum Valentinstag hat Brauchtumsexperte Daniel Quaderer aber fasziniert: «Der heilige Valentinus war Bischof von Terni und starb um das Jahr 268 in Rom. Er hat Paare, denen die Heirat laut Kaisererlass verwehrt wurde, getraut und ihnen zur Trauung Blumen aus seinem Garten mitgebracht. Seine heimlichen Trauungen sollen Grund dafür gewesen sein, dass er an einem 14. Februar hingerichtet wurde.» Nun denn, eine traurige Geschichte, die wir heute feiern. Woher der Name kommt, ist damit aber auch geklärt. Wie viel Wahrheit in dieser Geschichte steckt, ist nicht genau belegt. «Im Internet kursieren Hunderte Theorien. Für mich ist die Institution des Valentinstags vom Grundgedanken eine gute Sache. Es ist der Tag der Liebenden und der Tag wird durch ein besonderes Geschenk ihrer Liebe bekundet», sagt Quaderer. Seit den 1950er-Jahren werde bei uns der Valentinstag zelebriert. Natürlich haben auch die Gärtner und ­Floristen gute Lobbyarbeit geleistet. Auch die Medien seien dabei nicht ganz unschuldig.

Liechten­steins Brauchtumsexperte Daniel Quaderer. (Foto: ZVG)

Die Geschenke der Verliebten

Blumen, Schokolade und Schmuck sind Standard, denn klar ist, rote Rosen sind ein wunder­bares ­Zeichen für die Liebe. Doch dies ist weitaus nicht die einzige Art, sich zu sagen, wie gerne man sich hat. Brauchtumsexperte Quaderer hat da noch andere Ideen: «Liebende können sich Zeit schenken oder sich mal ganz klassisch einen Liebesbrief schreiben, der dann länger Bestand hat als eine Whats­App-Nachricht.» Natürlich kann man auch einfach gemeinsam kochen und am Abend essen, anstatt im Laden Blumen zu kaufen, die nach ein paar Tagen im Kompost landen. Oder man kombiniert die eine mit der anderen Idee: Blumen für die Freundin mit einem Liebesbrief daran und zusammen kochen.

Geliebt und ungeliebt

Nicht alle freuen sich auf den Valentinstag und dazu gehören nicht nur die Singles. Das Phänomen kennt man auch von Weihnachten, wenn sich Menschen alleine fühlen, weil sie keine Familie haben. Glücklicherweise dauert der Valentinstag im Gegensatz zu Weihnachten ja nur 24 Stunden. «Da gibt es zwei Strategien: Entweder man versucht, diesen Tag zu ignorieren oder man lädt einfach selbst jemanden ein, der in einer ähnlichen Situation ist und geht zusammen was trinken, spazieren oder ins Kino», schlägt Quaderer vor. Wer auch die Verliebten nicht sehen will, macht vielleicht ausnahmsweise mal einen längeren Arbeitstag mit Überstunden und machts sich’s dann zu Hause vor dem Fernseher gemütlich. Aber Achtung vor Liebesfilmen auf den ­Kanälen.

(um)

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