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(Foto: Alessia Schönenberger)
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Region|14.02.2020

Akku leer

Wir sind extrem besorgt, wenn unser Smartphone-Akku nur noch 18 % ­anzeigt. 

(Foto: Alessia Schönenberger)

Wir sind extrem besorgt, wenn unser Smartphone-Akku nur noch 18 % ­anzeigt. 

Sparen, nehmen es nur noch fürs Nötigste her und atmen entspannt auf, wenn wir es endlich mit dem Netzteil verbinden können. So handhaben wir das tagein tagaus mit ganz vielen Dingen, nur meistens nicht mit uns selbst.

Hast du dich schon mal hingesetzt und gefragt, womit du deine Batterien aufladen kannst? Nach einem anstrengenden Tag müde ins Bett zu fallen und ein paar Stunden zu schlummern, reichen meist nicht aus, unsere Batterien wieder vollständig aufzuladen.

Es braucht dafür keinen Strom, im Gegenteil: Ein bisschen offline sein und kurz aus dem Hamsterrad aussteigen, hilft schon ganz fest im jetzigen Moment anzukommen und wir haben ja keinen anderen. Uns den Kopf über die Vergangenheit zu zerbrechen oder ständig die Zukunft zu ersehnen, treibt uns ganz weit weg vom Jetzt.

Es muss nicht immer was Verrücktes sein, es reicht lediglich die Bereitschaft seinem Körper und Geist Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken. Einen Spaziergang in der Natur, die Augen zu schliessen und zuzuhören, kreativ sein, in der Sonne ein Buch lesen, ein neues Rezept ausprobieren oder zu Musik tanzen. Ich könnte die Liste ewig weiterführen, es scheint einfach und trotzdem nehmen wir uns diese Zeit nur selten. Nach meiner letzten Yogastunde bekam ich die tollsten Rückmeldungen, genau weil diese Menschen sich bewusst Zeit für sich genommen haben. Sei es nun Yoga, Meditation, Lesen, Joggen, Kochen oder etwas ganz Anderes. Sich ohne Druck hinzugeben und zu sein kann ganz viele kleine Schälterchen im Kopf umlegen und wir fühlen uns direkt besser.

Versuche mal eine Liste mit dem Titel «So lade ich meine Batterien auf» zu schreiben. Dann baue  immer wieder etwas daraus in deinen Alltag ein. Wenn du dich damit schwer tust, gibt es auch die Möglichkeit, dies beispielsweise in einem Retreat zu lernen. Retreat steht für Rückzug, einfach die gewohnte Umgebung hinter sich zu lassen und dem Alltag ein Stück weit zu entkommen. Natürlich löst diese Flucht nicht unsere Probleme, aber sie kann uns neue Kraft und Inspiration für unseren Alltag geben. Distanz und Raum für neue Ideen schaffen. Im Sommer planen eine liebe Freundin und ich ein solches in den Bergen. Ja ein bisschen Werbung darf auch mal sein, aber jetzt ist auch schon wieder gut.

Im Hinblick auf jeden einzelnen Tag und euren ganz persönlichen Lebensweg behaltet immer im Hinterkopf: Du musst nicht, du darfst. Und hör auf so zu tun, als würdest du zweimal Leben.

michliebich.com
Instagram: michliebich_

(as)

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