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Ralph Rüdisühli, Ilgin Rüdisühli, Melanie Koller und Benjamin Koller (v. l. n. r.) eröffneten den ersten Escape Room in Buchs. (Foto: P. Trummer)
Vermischtes
Region|03.07.2020

Reise in die Vergangenheit – Rätseln im Escape Room Buchs

Am Bahnhof Buchs öffnet sich eine blaue Tür, man wird freundlich begrüsst
und geht in einen Keller hinab. Nach einer kurzen Instruktion begibt man sich in
den rätselhaften Raum, es macht «klick» und die Tür hinter einem schliesst sich.
Nun gilt, innerhalb einer Stunde alles herauszufinden, was an Rätseln versteckt ist,
Schlösser zu knacken, und natürlich, sich zu befreien.

Ralph Rüdisühli, Ilgin Rüdisühli, Melanie Koller und Benjamin Koller (v. l. n. r.) eröffneten den ersten Escape Room in Buchs. (Foto: P. Trummer)

Am Bahnhof Buchs öffnet sich eine blaue Tür, man wird freundlich begrüsst
und geht in einen Keller hinab. Nach einer kurzen Instruktion begibt man sich in
den rätselhaften Raum, es macht «klick» und die Tür hinter einem schliesst sich.
Nun gilt, innerhalb einer Stunde alles herauszufinden, was an Rätseln versteckt ist,
Schlösser zu knacken, und natürlich, sich zu befreien.

Sogenannte «Escape Rooms» sind auch in der Schweiz nichts Unbekanntes mehr und ziehen immer wieder Abenteuerlustige in ihren Bann. Neuerdings gibt es einen solchen «Escape Room» auch in Buchs direkt beim Bahnhof. Umgebaut, renoviert, getüftelt und verkabelt haben dies die vier Buchser Melanie und Benjamin Koller sowie Ralph und Ilgin Rüdisühli. Vor allem die beiden Herren waren für die Rätsel und Technik zuständig. Doch bevor es zum Feinschliss ging, musste erst einmal renoviert werden, erklärt Ralph Rüdisühli: «Der Keller war schon in einem miesen Zustand. Wir mussten die Wände streichen, Decken herunternehmen und auch ansonsten einiges ändern. » Dennoch mache es einen viel Freude: «Wir sind alle in einem Job tätig und machen dies nebenbei. Es ist schon noch ein cooles Hobby», erzählt Koller. Doch auch zeitintensiv, denn von Beginn bis zur Eröffnung haben die vier gut 1000 Arbeitsstunden investiert. Bis der zweite Raum fertig ist, werde nochmals etwa ein halbes Jahr vergehen. «Potenzial hat der Keller für vier Escape Rooms, absehbar sind drei. Der erste mit dem Thema ‹Safe the Train› ist fertig. Im zweiten sind wir dran. Hier sind wir uns ziemlich sicher, dass wir das Thema ‹Apokalyps› umsetzen werden», erklärt Koller. In einem dritten Raum soll es dann weitergehen. Da soll es um das Thema «Krypto» gehen. Mehr Spontaneität als Plan Wer sich bereits in dem «Escape Room» einschliessen lassen durfte, stellt fest, dass mit viel Elektronik gearbeitet wurde. Zudem sind die Rätsel und Ideen mit viel Leidenschaft umgesetzt worden. Doch die vier haben sich keinen genauen Plan bereitgelegt, sondern einfach mal angefangen, wie Rüdisühli erzählt: «Wir hatten schon einen groben Plan, doch das meiste entstand spontan. Die meisten Stromkabel sind sowieso in der Wand und wir können durch Holztürchen darauf zugreifen. So können wir individuell unsere Ideen umsetzen.» Passend zum Thema «Safe the Train» ist auch die Einrichtung. Diese versetzt einen wirklich zurück ins Jahr 1957. Kollers Vater arbeitet bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und ist somit an der Quelle für alte Eisenbahnstücke. Doch auch auf Flohmärkten und in Brockenhäusern wurden die vier fündig. Zu den Räumlichkeiten kamen die vier wie jeder andere, der sich eine Wohnung sucht: Sie haben sich viele Objekte angeschaut. Das Passende war aber zuerst nicht dabei und dann war der Plan, dass man vielleicht auf dem Schloss Werdenberg etwas machen könnte, doch auch dieser Plan ging nicht auf. «Bei der SBB wurden dann neben dem Swisscom Tower Räume ausgeschrieben, die waren aber bereits vergeben. Ich habe zu ihm gesagt, dass uns eigentlich ein Keller ausreichen würde, und fragte, ob er denn nicht einen hätte. Daraufhin zeigte er uns den Keller unter dem Swisscom Shop und er passte einfach», sagt Koller. Nicht nur die Räumlichkeiten seien toll, sondern auch die Lage. Wer mit dem Zug oder Bus anreise, muss nur noch ein paar Schritte machen und ist bereits beim «Escape Room». Wer sich ins Abenteuer stürzen will und sich für eine Stunde im «Escape Room» Buchs einschliessen lässt, könne dies auf Voranmeldung über die Webseite: «Wir haben unter der Woche von 18 bis 22 Uhr geöffnet, sind aber einfach anwesend, wenn wir wissen, dass sich eine Gruppe angemeldet hat. Am Wochenende sind wir ebenfalls vor Ort, mit dem gleichen Prinzip: wenn sich Gruppen angemeldet und reserviert haben», erzählt Rüdisühli.

Escape Room 

Der erste Escape Room in Buchs wurde direkt im Bahnhofsgebäude eröffnet.

Informationen: www.lesc.ch

Öffnungszeiten: 18–22 Uhr, Wochenende: 10–22 Uhr

Gruppengrössen: 2–6 Personen (wird empfohlen)

Gesucht: Der Escape Room Buchs ist auf der Suche nach einem/-r Mitarbeiter/- in, der/die flexibel arbeiten kann und Gäste begrüsst, instruiert und sie durch das Abenteuer begleitet. Interessierte können sich unter info@lesc.ch oder Telefon +41 77 405 32 32 melden.

(um)

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