Volksblatt Werbung
Hans Oppliger, Rheintaler Ribelmais, Claudia Graf, Sonnenbräu, Markus Eggenberger, Gerstenbauer, Walter Mülller, Culinarium und Steffen Pawlak, Braumeister Sonnenbräu. (v. l. n. r.) (Fotos: Ursina Marti)
Vermischtes
Region|28.08.2020

Ausgezeichnetes Ribelgold- Maisbier mit Wartauer Gerste

Für die unzähligen Schweizer Biersorten braucht es auch viele Schweizer Brauereien. Eine bekannte davon steht im St. Galler Rheintal: Die Brauerei Sonnenbräu. Diese bezieht ihre Gerste aus Weite. Bis es so weit ist, muss diese nicht nur auf dem Braugerstenfeld gedeihen, sondern auch gemäht werden.

Hans Oppliger, Rheintaler Ribelmais, Claudia Graf, Sonnenbräu, Markus Eggenberger, Gerstenbauer, Walter Mülller, Culinarium und Steffen Pawlak, Braumeister Sonnenbräu. (v. l. n. r.) (Fotos: Ursina Marti)

Für die unzähligen Schweizer Biersorten braucht es auch viele Schweizer Brauereien. Eine bekannte davon steht im St. Galler Rheintal: Die Brauerei Sonnenbräu. Diese bezieht ihre Gerste aus Weite. Bis es so weit ist, muss diese nicht nur auf dem Braugerstenfeld gedeihen, sondern auch gemäht werden.

Seit vielen Jahren baut der Bauer Markus Eggenberger Braugerste an und liefert sie an die Brauerei Sonnenbräu in Rebstein. Ein gutes Geschäft für beide Parteien: Eggenberger verdient damit Geld und die Brauerei kann ihrem Wunsch von regionalen Produkten nachgehen. Doch zurück zum Gerstenfeld. Bis die Gerste im Bier landet, vergehen einige Monate. Anfang März hat Eggenberger die Samen gesät und es verlief grundsätzlich alles nach Plan: «Einzig die Krähen waren zu Beginn gerne auf dem Feld und haben Samen gepickt», sagt Eggenberger. Dann aber konnte die Gerste gut wachsen und der Bauer war zufrieden. Anfang Juli konnte er dann René Gabathuler mit dem Mähdrescher aufs Feld bestellen. Nach einer ersten Bahn wurde ein Stopp eingelegt und eine Probe entnommen. Wichtig sei nämlich, dass das Messgerät eine Feuchtigkeit von nicht mehr als 14,5 anzeigt. Ist der Messwert weit über 14,5, ist sie nicht lagerfähig. Wenn der Messwert nur ein bisschen darüber ist, könne sie aber nachgetrocknet werden. Der Messwert war gut und somit konnte Gabathuler in gut einer Stunde das komplette Feld mähen. Die Ausbeute: Ein Traktoranhänger voller Gerstenkörner. Wie Gabathuler erklärt, ist nicht nur der Messwert ausschlaggebend: «Die Gerstenkörner sollten schön gelb sein und die Beeren sollten nach unten hängen. Das ist ein Zeichen dafür, dass man das Gerstenfeld mähen kann.» Auch in Liechtenstein wächst Sonnenbräu-Gerste Nicht nur in Weite, sondern auch in Ruggell hat die Brauerei Sonnenbräu ihre Gerstenfelder. Das ausgezeichnete Ribelgold-Maisbier sei durch und durch «rheintalerisch ». Das Wasser, die Braugerste und der Ribelmais stammten aus dem Rheintal. Einzig der Hopfen hat eine weitere Anreise: Aufgrund der Bodenbeschaffenheit werde in der Schweiz kaum Hopfen angebaut. Darum beziehen diesen viele Schweizer Brauereien aus dem süddeutschen Raum. Die Brauerei Sonnenbräu könne aber auch einen Teil ihres Hopfenbedarfs aus Zürich beziehen. Der Ribelmais sei ein weiterer, wichtiger Bestandteil des mit dem Culinarium Label ausgezeichneten Bieres und ist nicht nur im St. Galler Rheintal. Der Rheintaler Ribelmais sei im Gegensatz zum üblichen Mais vom Bundesamt für Landwirtschaft eine sogenannte «geschützte Ursprungsbezeichnung (AOC)».

1 / 3
(um)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Vermischtes
Region|28.08.2020
Feiern Sie Ihren Anlass in der Eventlocation Selva
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2017, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung