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Schon aus alten Kleidern, Resten von Vorhängen und Bettwäsche haben Lea und Nina Imhof Haargummis genäht. (Fotos: Ursina Marti)
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Region|25.09.2020 (Aktualisiert am 29.09.20 17:08)

Mit Liebe gemacht: Haargummis aus eigener Produktion

MELS - Die Zwillingsschwestern Lea und Nina Imhof studieren zwar an der PH St. Gallen, haben neben dem Studium aber noch eine ganz andere Leidenschaft: Haargummis. Aufgrund der Coronakrise waren die beiden mehr zu Hause und hatten daher Zeit, ihre Produkte zu nähen und mit Liebe verpackt an ihre Kundinnen zu versenden.

Schon aus alten Kleidern, Resten von Vorhängen und Bettwäsche haben Lea und Nina Imhof Haargummis genäht. (Fotos: Ursina Marti)

MELS - Die Zwillingsschwestern Lea und Nina Imhof studieren zwar an der PH St. Gallen, haben neben dem Studium aber noch eine ganz andere Leidenschaft: Haargummis. Aufgrund der Coronakrise waren die beiden mehr zu Hause und hatten daher Zeit, ihre Produkte zu nähen und mit Liebe verpackt an ihre Kundinnen zu versenden.

Was hobbymässig begann, ist jetzt zu einem kleinen Business für Lea und Nina Imhof geworden. Beide studieren an der PH in St. Gallen. Während Lea die Fächer Deutsch, Englisch, Sport und Wirtschaft/Haushalt besucht, lernt Nina Mathematik, Natur und Technik, Handarbeit und Sport. Somit erkennt man schon, welche der beiden Schwestern mehr Zeit an der Nähmaschine verbringt. «Ich bin eher fürs Nähen und Stoffebestellen zuständig. Meine Schwester Lea packt die Haargummis liebevoll ein, versendet sie an die Kunden und betreut unseren Instagram-Account ‹Simplicity›», erzählt Nina Imhof. Dass die beiden sehr kreativ sind, zeigt sich nicht nur an den sogenannten «Scrunchies», sondern auch an deren Verpackung. Einige Kunden würden diese nicht wegwerfen, erzählt Nina Imhof weiter: «Viele Kunden hängen die Verpackung der ‹Scrunchies› auf, weil sie es so schön finden.» Aber nicht nur den Kunden falle die Kreativität auf, auch die Dame am Postschalter sei jeweils beeindruckt, wenn Lea Imhof mit den «Scrunchie»- Verpackungen komme.

Die angehenden Oberstufenlehrerinnen und leidenschaftlichen Turnerinnen seien eigentlich eher durch Zufall zu diesem kleinen Business gekommen, sagt Lea Imhof: «Meine Schwester hat früher schon einmal solche Haargummis genäht. Dann, an der Fasnacht, nähte sie für Freundinnen und es wurde immer mehr.» Die beiden dachten sich, dass sie damit weitermachen könnten und sehr viele solche Haargummis brauchen könnten. «Früher schon lagen diese Haargummis im Trend. Seit einiger Zeit sind sie – vor allem bei den Frauen und Mädchen – wieder in den Haaren zu sehen», sagt Nina Imhof. Dank ihrem Instagram- Account verbreitete sich ihr Tun wie ein Lauffeuer und die Bestellungen kämen ohne Unterbruch herein. Auf Bestellung nähen die beiden Schwestern laut eigenen Aussagen nicht. Sie würden das nähen, was sie gerade haben. Diese Haargummis stünden anschliessend zum Verkauf. «Wir haben dann Stoff von zu Hause gebraucht, alte Vorhänge, Bettwäsche und TShirts. Doch auch dieser war irgendwann verbraucht. So mussten wir Stoffe bestellen. Aber auch da gab es nicht mehr so eine grosse Auswahl. Ich glaube aufgrund der Coronapandemie haben viele andere auch die Nähmaschine ausgegraben und zu Hause genäht », sagt Nina Imhof. Wegen der Krise hätten auch die Lieferungen von Stoffen länger gedauert. Ein bisschen was konnten die beiden aber immer nähen.

(Foto: Ursina Marti)

«Man merkt schon, dass die Leute wieder mehr Wert auf Produkte aus der Region legen und Handgemachtes wollen», sagt Lea Imhof. Bio, Secondhand und Nachhaltigkeit seien wieder In. Aus diesem Grund, hätten die Schwestern gemerkt, dass ihr Haargummi-Business gut ankommt. Die beiden Turnerinnen können ihre Haargummis immer wieder bestaunen, sagt Nina Imhof: «Einmal war ich wandern. Oben auf dem Gipfel habe ich ein Mädchen mit unserem Haargummi gesehen. Ein cooles Gefühl.» Nähen bleibt ein Hobby «Wegen Corona waren auch wir zu Hause und mussten nicht täglich nach Gossau pendeln. So hatten wir täglich gut zweieinhalb Stunden mehr Zeit. Wir nähten viel und konnten darum auch viele unserer Haargummis verkaufen. Jetzt ist aber der Alltag zurück und so bleibt auch nicht mehr viel Zeit fürs «Scrunchiesnähen», sagt Lea Imhof. Die beiden könnten ihr Business aber gut steuern. Sobald sie etwas Neues auf Instagram posten, kämen die Bestellungen. Sobald sie wieder genäht haben, können sie posten und verkaufen. Haben sie gerade nicht viel Zeit zum Nähen, gäbe es eben auch keinen Instagram-Post und so halten sich die Bestellungen auch im Rahmen.

Instagram/simplicity

Ab November sind die «Scrunchies » der Imhof-Zwillinge neben ihrem Instagram Account neu auch im Unverpacktladen «z’drumumä » in Walenstadt erhältlich.

(um)

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