Carina Walser erfüllt sich ihren Traum und eröffnet am 7. November in Walenstadt den Unverpacktladen «z’ drumumä». (Foto: Ursina Marti)
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Region|23.10.2020

Unverpacktladen «z’drumumä» eröffnet bald in Walenstadt

Obwohl Carina Walser sehr zufrieden mit ihrem Job bei der SUVA ist, gab es immer ein Gefühl in ihr, das sie drängte, mehr zu tun. Nachdem auch ihre Mutter sie dazu ermutigen konnte, kann Walser nach einem halben Jahr Arbeit ihren Unverpacktladen «z’ drumumä » in Walenstadt am 7. November eröffnen.

Carina Walser erfüllt sich ihren Traum und eröffnet am 7. November in Walenstadt den Unverpacktladen «z’ drumumä». (Foto: Ursina Marti)

Obwohl Carina Walser sehr zufrieden mit ihrem Job bei der SUVA ist, gab es immer ein Gefühl in ihr, das sie drängte, mehr zu tun. Nachdem auch ihre Mutter sie dazu ermutigen konnte, kann Walser nach einem halben Jahr Arbeit ihren Unverpacktladen «z’ drumumä » in Walenstadt am 7. November eröffnen.

Carina Walser wuchs in Walenstadt am See auf und ist im Dorf vernetzt und verankert. Weggehen wollte sie nie, dennoch war sie immer auf der Suche nach etwas Neuem: «Ich wollte nicht studieren.» Das unverpackte Einkaufen gibt es schon länger, in Walenstadt will Walser mit «z’ drumumä » mit dieser Idee mitziehen. «Ich kann nicht immer nur warten, bis es jemand anders macht, darum wollte ich diesen Unverpacktladen bei uns im Dorf anbieten», erklärt Walser. Die Selbstständigkeit wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. Auch ihr Vater eröffnete damals in einer Wirtschaftskrise sein Geschäft. So wie sich ihr Vater nach oben gekämpft hat, will es auch Carina Walser tun. «Die Coronapandemie ist eine schwierige Zeit, aber es gibt immer etwas, das nicht passt. Man muss es einfach versuchen», zeigt sich Walser entschlossen. Ein Laden braucht auch immer einen Namen. Die Suche danach endete an einem gemütlichen Sonntagnachmittag: «Es gibt viele coole englische Namen, ich wollte aber etwas auf Schweizerdeutsch haben. Mein Cousin sagte dann, dass es ja eigentlich um das Drumherum gehe und ich mich damit von den Supermärkten abheben wolle. In unserem Dialekt sagen wir «z’ drumumä» und so war der Name beschlossene Sache.»

Volle Einmachgläser

Die Abfallberge verhindern kann Walser alleine nicht, sie wolle aber einen Teil dazu beitragen, damit es weniger werde: «Ich mag das Unkomplizierte, Einfache. Wir sollten wieder auf den Boden zurückkommen und mit unseren Ressourcen besser umgehen. Es ist nicht einfach, ich merke das selber auch, aber ich wollte einen Anfang machen. » Auch wenn Walser nicht viel Erfahrung im Detailhandel habe, möchte sie es versuchen und schauen, wie es läuft. «Mal schauen, ob es klappt, wenn nicht, dann habe ich es wenigstens versucht», sagt Walser. Dass sie einen Unverpacktladen in Walenstadt eröffne habe sich schon ein bisschen herumgesprochen und sei auf offene Ohren gestossen. Die Menschen seien interessiert und freuen sich, auch wenn man bei ihr die Verpackung zum Einkaufen selber mitbringen muss, das Konzept komme gut an. «Ich möchte die Möglichkeit bieten, dass die Leute auf Plastik verzichten oder wenn sie Plastik brauchen, das Mehrwegsystem nutzen», erklärt Walser.

Pasta oder Deo auffüllen

Zu Beginn werde das Sortiment noch kleiner sein, bis Walser auch durch die Kunden herausgefunden hat, was sie im Unverpacktladen in die Regale stellen soll. Viele Produkte hat sie aber schon auf sicher, wie Walser erzählt: «Ich habe Trockenprodukte wie Spaghetti, Hafer oder getrocknete Früchte, aber auch Kosmetikprodukte, die man nachfüllen kann. Beispielsweise Creme, Deo, die man sich in Dosen oder Glas füllen kann. Sowie Seifen und Putzmittel. Zudem habe dieser Unverpacktladen nicht nur den Vorteil, dass man wenig Abfall macht, sondern spart auch noch Geld. Bei «z’ drumumä» bezahlt man nur für das Produkt selber und nicht für die Verpackung.

Der Fokus – so regional wie möglich

Für viele Geschäfte, vor allem in der Nahrungsmittelbranche ist es wichtig, regionale Produkte anzubieten. Das liegt auch Walser am Herzen, so einfach sei das aber gar nicht. «Ich habe einige Absagen bekommen, da ich mit meinem Unverpacktladen einfach zu klein bin. Dennoch konnte ich Produkte aus der Region gewinnen. Die Chilischoten kommen aus Graubünden und die Kaffeebohnen aus Zizers», sagt Walser. Das Mehl werde ihr aus Basel geliefert. Sehr regional wird es beim Gemüse und den Eiern, denn dies komme aus dem eigenen Garten. Die Familie von Walser besitzt mittlerweile 14 glückliche Hühner und pflegt einen grossen Gemüsegarten. Ihre Mutter wird nicht nur im Laden mithelfen, sondern auch kulinarisch etwas dazu beitragen: «Meine Mutter kocht gerne und probiert viel Neues aus, da wird es dann bestimmt auch eingelegte Zucchini oder andere Köstlichkeiten aus unserem Garten zu kaufen geben.» Am Samstag, den 7. November eröffnet Carina Walser ihren Unverpacktladen «z’ drumumä» in Walenstadt. Es sollten Mundschutz, wie auch von ihr zur Verfügung gestellte Handschuhe getragen werden, da sich auch Walser an ein Schutzkonzept halten müsse.

«z’ drumumä»

Büntenstrasse 13

8880 Walenstadt

Öffnungszeiten:

Freitag: 13 bis 19 Uhr

Samstag: 9 bis 16 Uhr

(um)

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