Der Walliser Rolf Jeitziner hat bereits drei Kinderbücher geschrieben und viele weitere sollen folgen. (Foto: Michael Zanghellini)
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Region|20.11.2020

Jeitziner: «Das beste Publikum für meine Bücher sind Kinder»

Eigentlich ist der gebürtige Walliser Rolf Jeitziner technisch affin und lernte Elektriker. Schon bald aber zog es ihn nach Zürich und er entdeckte schnell das Schreiben für sich. Seine Liebe zog ihn dann nach Liechtenstein wo er dem Bücherschreiben noch mehr nach ging und bereits drei Kinderbücher geschrieben hat.

Der Walliser Rolf Jeitziner hat bereits drei Kinderbücher geschrieben und viele weitere sollen folgen. (Foto: Michael Zanghellini)

Eigentlich ist der gebürtige Walliser Rolf Jeitziner technisch affin und lernte Elektriker. Schon bald aber zog es ihn nach Zürich und er entdeckte schnell das Schreiben für sich. Seine Liebe zog ihn dann nach Liechtenstein wo er dem Bücherschreiben noch mehr nach ging und bereits drei Kinderbücher geschrieben hat.

Vom grossen, nie schlafenden Zürich, zog es Jeitziner ins schöne kleine Emmental. «Von der Stadt ging es Richtung Romande. Die Sprache habe ich aber nie gelernt, trotz meiner Muttersprache, dem Walliser Deutsch», gesteht Jeitziner schmunzelnd. Das Leben im Emmental gefiel Jeitziner und er suchte sich neue Beschäftigungen. Darunter Tanzen. Über dieses Hobby traf er seine heutige Ehefrau, eine Liechtensteinerin. «Meine Frau und ich zogen zusammen vom Emmental nach Basel und bald folgte der Nachwuchs. Da wir nicht mehr so weit weg von der Familie sein wollten, ‹zügelten› wir nach Liechtenstein », erzählt Jeitziner. Jeitziner schrieb viel und gerne. Beim Lesen merkte er aber, dass die Geschichten etwas holprig sind: «Eigentlich bin ich ein Techniker. Wenn man meine Geschichten las, konnte der Leser aber nicht immer folgen. Eines Tages hörte ich im Radio, dass Lehrer gesucht werden. Ich habe mich auf das Assessment vorbereitet und viel gelesen und geschrieben. Dadurch wurde ich besser. Schreibfehler kann man ausbessern aber seien Schreibstil muss man finden. » Das Schreiben lies den Walliser nie in Ruhe und so traf er einst eine ältere Dame in Basel, die Jeitziner den Elferverse zeigte. Da war um ihn geschehen. Von da an war für Jeitziner klar, dass er Kindergeschichten schreiben wollte: «Ich schrieb mein erstes Buch ‹Zu viel Schnee für Felix›. Es geht um einen Jungen aus dem Wallis und ich widerspiegele darin klar Geschichten und Erlebnisse aus meiner Kindheit.» Rolf Jeitziner erinnert sich gerne daran zurück und konnte vieles davon in seinem Kinderbuch festhalten: «Früher gab es im Wallis immer sehr viel Schnee. Unser Hauswart hat den Pausenplatz abgespritzt, damit wir eine Eisfläche zum Hockeyspielen hatten.»

Kein Ende in Sicht

Dann folgte das zweite Buch, «Der goldene Knopf». Dieses Buch schrieb er in einem Kurs in Liechtenstein. Im dritten Buch, «Mundergold», reist der Leser wieder ins Wallis. «Mund ist ein Dorf auf zirka 1900 Meter Höhe. Die Leute hatten nur eine Seilbahn, um ins Tal zu kommen. Das «Bähnli » gibt es heute aber nicht mehr. Das Buch erzählt die Reise von einem Jungen und seiner Mutter, der von seiner Grosstante eingeladen wird und Mundergold bekommt. «Mundergold ist Safran», fügt Jeitziner an. Die Bücher hat Jeitziner alle selbst finanziert. Allerdings habe er schnell bemerkt, dass dies nicht immer gut funktioniert. «Ich musste Sponsoren finden und bekam Unterstützung von der Stiftung ProSafran», erzählt Jeitziner. Mit drei Büchern sei aber noch lange nicht Schluss. «Geschichten zu schreiben ist nicht einfach und es braucht Zeit. Man muss sich Figuren ausdenken, die Geschichte dazu schreiben und auch die passenden Bilder dazu finden. Manchmal bringen mich auch meine Kinder auf Ideen, die ich dann gut in den Büchern umsetzen kann», sagt Jeitziner. Auch der Alltag bringe viele Ideen mit sich. Diese schreibt Jeitziner auf Notizblättern nieder und kann sie dann individuell in seine Geschichten einbauen. Oftmals komme ihm auch beim Spazieren durch den Wald eine Idee, die er dann Zuhause niederschreibt. «Das beste Publikum für meine Bücher sind die Kinder. Ich liebe es, wenn sie beim Lesen oder zuhören ihre strahlenden Gesichter und glänzenden Augen zeigen», sagt Jeitz iner abschliessend.

(um)

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