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(v.l.n.r) Christoph Müller, Roger Fischbach, Fritz Hofer, Alex Schwendener, Maren Kuhnel, Patrik Hämmerle, Petra Vetsch, Christian Langenegger, Ruedi Kühne, Martin Öhre
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Region|03.12.2020 (Aktualisiert am 03.12.20 15:09)

Seveler Schulerweiterungen umgesetzt

Mit dem Abschluss der zweiten Bauetappe wurde anfangs Dezember das Schulhaus Galstramm dem Schulbetrieb übergeben. Nachdem bereits im Februar die neuen Räumlichkeiten im Erweiterungsbau bezogen wurden, folgte nachgelagert die notwendige Erdbebenertüchtigung im ursprünglichen Bestand. 

(v.l.n.r) Christoph Müller, Roger Fischbach, Fritz Hofer, Alex Schwendener, Maren Kuhnel, Patrik Hämmerle, Petra Vetsch, Christian Langenegger, Ruedi Kühne, Martin Öhre

Mit dem Abschluss der zweiten Bauetappe wurde anfangs Dezember das Schulhaus Galstramm dem Schulbetrieb übergeben. Nachdem bereits im Februar die neuen Räumlichkeiten im Erweiterungsbau bezogen wurden, folgte nachgelagert die notwendige Erdbebenertüchtigung im ursprünglichen Bestand. 

Für den Erweiterungsbau Galstramm war bereits im Februar 2020 nach rund einjähriger Bauzeit die Schlüsselübergabe erfolgt. Damit stehen der Schule Sevelen nun zusätzlich vier Klassenräume mit je einem Gruppenraum und einer Mediathek zur Verfügung. 

Noch vor den Weihnachtsferien konnten nun die nachgelagerten Arbeiten der Erdbebenertüchtigung des Oberstufenschulhauses abgeschlossen werden. Hierbei bestand die Herausforderung, drei Wandscheiben (bestehend aus je vier massiven Stahlbeton-Wänden, die übereinander stehen) inklusive 30 Mikropfählen in die vier Geschosse des ursprünglichen Schulhauses einzubringen und damit verbunden die statischen, haustechnischen und räumlichen Anforderungen aufeinander abzustimmen. Des Weiteren fand die Umbaumassnahme bei laufendem Schulbetrieb statt. Die Erdbebenertüchtigung erfolgte aufgrund von verschärften Normen und Gesetzen, um die Personensicherheit weiter zu gewährleisten. Es bot sich an, den Eingriff im Zuge der Schulraumerweiterung umzusetzen. Durch die Koppelung der beiden Projekte und die Umsetzung von ersten Massnahmen im Erweiterungsbau konnten Synergien genutzt und Kosten eingespart werden.

Maren Kuhnel, Projektleiterin, blickte zurück auf den 2017 mit einer Machbarkeitsstudie gestarteten Prozess. Sie zeigte in den Räumlichkeiten die Herausforderungen, die es inmitten des Schulbetriebes zu meistern galt. Kaum vorstellbar, dass grosse Löcher in die Bodenplatte gebohrt werden mussten bis Schlamm aus dem Untergrund in das Kellergeschoss eindrang. Die Besichtigung der neu eingerichteten Werkstatt sowie der darüber liegenden Schulzimmer zeigte jeweils das identische Bild: Der massive, arbeitsintensive Eingriff in den Bestand des Schulhauses sowie die neu eingezogenen Wände sind nicht sichtbar. Maren Kuhnel berichtete, dass es keine Überraschungen bei der Umsetzung gab.

Bauherrenvertreter und Projektleiter Patrik Hämmerle resümierte, dass die Arbeiten rund 10 Wochen vor dem ursprünglichen Terminplan abgeschlossen und der gesprochene Kreditrahmen von 4,9 Millionen Franken eingehalten werden konnte. In drei Jahren wurden die beiden Bauetappen von der grundlegenden Studie über die Kreditsprechung bis zur Übergabe abgewickelt. .

Schulratspräsidentin Petra Vetsch nahm bei der symbolischen Übergabe des Gebäudes ein „vergoldetes Stück“ eines verbauten Stahlpfahles entgegen und sprach den Dank seitens Schule aus. Sie freute sich im Namen der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen, dass die zweijährigen Bauarbeiten nun erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Das Oberstufenschulhaus stehe nun wieder vollständig dem Schulbetrieb zur Verfügung und könne mit Leben erfüllt werden.

Gemeindepräsident-Stellvertreter Ruedi Kühne schloss die feierliche Übergabe mit den Worten, dass in den Schulen junge Menschen ins Leben wachsen – und zum Wachsen benötige es Raum. Qualitativ hochstehende Arbeits- und Schulräume wurden dieses Jahr in beiden Seveler Schulhäusern geschaffen. 

Im Aussenbereich sind die Arbeiten der zweiten Etappe in der Fertigstellung und die Bepflanzung erfolgt im Frühling 2021. Das Biodiversitäts-Konzept beinhaltet Ruderalflächen und Blumenwiesen. Ein Atrium lädt zum Verweilen sowie zu Unterricht im Freien, kleineren Aufführungen oder Lesungen ein. In einem Schulprojekt wurden die umlaufenden Sitzgelegenheiten mit Holzauflagen versehen. Selbstverständlich wurde auch dem legendären «Piz Galstramm» wiederum Rechnung getragen.

Bereits seit September 2020 sind die neuen Räumlichkeiten beim Schulhaus Gadretsch, für die ein Baukredit von 12,1 Millionen Franken gesprochen wurde, in Betrieb. Die Schülerinnen und Schüler bezogen nach den Herbstferien die zusätzlichen sieben Klassenzimmer mit Nebenräumen. Ebenso zur Schulraumerweiterung Gadretsch gehört ein Ausbau der Kinderbetreuung und der Kindertagesstätte mit nun total 24 Plätzen sowie die Errichtung von vier in sich geschlossenen Kindergärten. Um dem Wachstum der letzten Jahre und der zukünftigen Entwicklung gerecht zu werden, benötigte die Schule Sevelen mehr Raum. Die Bürgerschaft stützte diese Einsicht im Sommer 2018 mit einem klaren Bekenntnis an der Urne zu den Schulerweiterungen Galstramm und Gadretsch. Die beiden Bauprojekte helfen, die Lebens- und Wohngemeinde Sevelen aufzuwerten und zu entwickeln.

(red/pd)

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