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Region|18.12.2020

Die Geschichte des Adventskranzes

Jedes Jahr am ersten Advent gehört es zur Tradition der Christen, die erste Kerze des Adventskranzes anzuzünden. Anschliessend folgt jede Woche eine weitere Kerze, bis schliesslich Weihnachten ist. Doch warum tun wir das eigentlich? Und weshalb sieht der Adventskranz so aus, wie wir ihn heute kennen?

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Jedes Jahr am ersten Advent gehört es zur Tradition der Christen, die erste Kerze des Adventskranzes anzuzünden. Anschliessend folgt jede Woche eine weitere Kerze, bis schliesslich Weihnachten ist. Doch warum tun wir das eigentlich? Und weshalb sieht der Adventskranz so aus, wie wir ihn heute kennen?

Der Ursprung dieses Brauchtums geht ins 19. Jahrhunderts zurück. Ein Hamburger Pfarrer namens Johann Hinrich Wichern hängte 1839 in einem Haus für gefährdete Jugendliche, in dem er arbeitete, einen Kranz aus Holz auf. Dieser hatte die Grösse eines Wagenrades. Wichern stellte darauf vier grosse Kerzen und 19 kleine. Somit konnte er jeden Tag eine weitere Kerze anzünden – die grösseren Kerzen jeweils an Sonntagen und die Kleineren an Werktagen. Diese Aktion führte er von da an jedes Jahr durch und stiess auf Anklang bei den Menschen, die Wind davon bekamen. Einige Kirchen und private Haushalte übernahmen schliesslich die Tradition. Die meisten benutzten allerdings einen etwas kleineren Kranz und stellten nur noch vier Kerzen darauf. Geschmückt wurde er schon damals mit Tannenzweigen. Diese Entwicklung unterstützten auch Gärtnereien und Blumengeschäfte, denen die steigende Nachfrage auffiel.

Zu Beginn beschränkte sich die Tradition aber noch auf protestantische Familien im Norden Deutschlands. Als zur Zeit des zweiten Weltkriegs die Mobilität der Menschen zunahm, verbreitete sich der Brauch in ganz Deutschland und in den 1940er Jahren schliesslich auch in Österreich. In den Kirchen konnte man ihn zu dieser Zeit fast überall finden, weshalb viele Menschen schliesslich auch zu Hause einen eigenen Adventskranz aufstellten.

Ein Brauch voller Symbolik

Der Adventskranz mit seiner runden Form, den grünen Tannenzweigen und den vier brennenden Kerzen kann auf mehrere Arten gedeutet werden. Weihnachten ist im Christentum das Fest der Geburt Jesus, der als Licht der Welt gilt.

Der Adventskranz bringt mit jeder Woche und jeder neuen, brennenden Kerze mehr Licht und deutet somit auf die steigende Erwartung auf die Geburt Jesus hin. Zudem solle das Licht den Christen den richtigen Weg zeigen.

Die runde Form soll für den Kreislauf und die Ewigkeit des Lebens stehen, da die Christen an die Auferstehung glauben. Eine Bedeutung wird auch den grünen Tannenzweigen zugeschrieben. Die Farbe Grün stehe für die Hoffnung, welche eine der christlichen Haupttugenden darstellt.

Vorfreude steigt

Natürlich dient der Adventskranz auch dazu, die verbleibenden Wochen bis zum Heiligabend abzuzählen. Je mehr Kerzen brennen, desto weniger Tage verbleiben noch bis Weihnachten. Damit steigt auch die Vorfreude auf das Fest. Derzeit brennen bereits drei Lichter auf dem Adventskranz – Weihnachten steht also schon fast vor der Tür.

(ag)

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