Beim Treffen in Maienfeld zeigen sich von links Stadtpräsident Heinz Dürler (Maienfeld), Josef Eberli (Bundesamt für Umwelt), der zuständige Regierungsrat Graubündens Jon Domenic Pa-rolini, die zuständige Regierungsrätin St.Gallens Susanne Hartmann und Gemeindepräsident Daniel Bühler (Bad Ragaz) entschlossen, die Aufweitung auf Stufe Auflageprojekt nach den erforderlichen weiteren Abklärungen abzuschliessen.
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Region|01.06.2021 (Aktualisiert am 01.06.21 11:29)

Aufweitung Maienfeld / Bad Ragaz soll definitiv zum Auflageprojekt ausgearbeitet werden

Im Rahmen einer Sitzung des Lenkungsausschusses für das kantonsüberschreitende Projekt «Auf-weitung Maienfeld / Bad Ragaz» haben sich die zuständige Regierungsrätin des Kantons St.Gallen Susanne Hartmann mit dem zuständigen Regierungsrat des Kantons Graubünden Jon Domenic Parolini zusammen mit Heinz Dürler, Stadtpräsident Maienfeld und Daniel Bühler, Gemeindepräsi-dent Bad Ragaz, getroffen. Ebenfalls dabei war der Vertreter des Bundesamts für Umwelt, Josef Eberli sowie in beratender Funktion Sepp Föhn, Gemeindepräsident Landquart.
Beim Treffen in Maienfeld zeigen sich von links Stadtpräsident Heinz Dürler (Maienfeld), Josef Eberli (Bundesamt für Umwelt), der zuständige Regierungsrat Graubündens Jon Domenic Pa-rolini, die zuständige Regierungsrätin St.Gallens Susanne Hartmann und Gemeindepräsident Daniel Bühler (Bad Ragaz) entschlossen, die Aufweitung auf Stufe Auflageprojekt nach den erforderlichen weiteren Abklärungen abzuschliessen.
Im Rahmen einer Sitzung des Lenkungsausschusses für das kantonsüberschreitende Projekt «Auf-weitung Maienfeld / Bad Ragaz» haben sich die zuständige Regierungsrätin des Kantons St.Gallen Susanne Hartmann mit dem zuständigen Regierungsrat des Kantons Graubünden Jon Domenic Parolini zusammen mit Heinz Dürler, Stadtpräsident Maienfeld und Daniel Bühler, Gemeindepräsi-dent Bad Ragaz, getroffen. Ebenfalls dabei war der Vertreter des Bundesamts für Umwelt, Josef Eberli sowie in beratender Funktion Sepp Föhn, Gemeindepräsident Landquart.

Der Lenkungsausschuss liess sich von Projektleiter Daniel Dietsche, Rheinbauleiter, über den Pro-jektstand informieren. Im Zentrum standen dabei die zwischenzeitlich ausgewertete Mitwirkung so-wie die Stellungnahmen aus der behördlichen Vorprüfung des "Auflageprojekts im Entwurf", wel-ches Ende September 2020 abgeschlossen wurde. Die Vorprüfung des Projekts bei den zuständi-gen Fachstellen der Kantone St.Gallen, Kanton Graubünden und den Gemeinden erfolgte von Ok-tober bis Februar 2021. Das Mitwirkungsverfahren für die Bevölkerung wurde vom 18. Januar bis 19. Februar 2021 durchgeführt.

Weitere Abklärungen erforderlich

Die Auswertung des Mitwirkungsverfahrens zeigt, dass viele ökologische Anliegen durch lokale Na-turschutzgruppen sowie von den Umweltverbänden eingebracht wurden. Diese wünschen, dass die Aufweitung schneller umgesetzt, der Schutzstatus des Aufweitungsperimeters nochmals überprüft wird und eine noch bessere Vernetzung mit erweiterten Naturwerten stattfinden soll. Ebenfalls be-steht ein Abklärungsbedarf im Zusammenhang mit der Auswirkung der künftigen Aufweitung auf den Grundwasserspiegel in Maienfeld und Bad Ragaz. Aus der Bauwirtschaft kamen vor allem Hin-weise zur Materialverwertung des anfallenden Kiesmaterials. Weitere Themen sind unter anderem: Naherholung, Besucherlenkung, Parkplatzmöglichkeiten, Langsamverkehr, Landwirtschaft. Der Lenkungsausschuss hat beschlossen, dass der Bericht zur Auswertung des Mitwirkungsverfahrens auf der Projekt-Internetseite: www.rheinaufweitung.ch unter der Rubrik "Projektdossier" veröffent-licht wird. Damit wird der Bericht der gesamten Bevölkerung zugänglich gemacht. Die Veröffentli-chung des Berichts erfolgt am Freitag, 4. Juni 2021. Ebenfalls werden die drei Gemeinden Maien-feld, Bad Ragaz und Landquart den Bericht auf ihren Gemeinde-Seiten veröffentlichen.

Projekt im Grundsatz bewilligungsfähig

Die Auswertung der Vorprüfung der Fachstellen der Kantone und Gemeinden zeigt, dass das Pro-jekt im Grundsatz bewilligungsfähig ist. Es gibt aber einige Fragestellungen, welche im Rahmen der Ausarbeitung zum definitiven Auflageprojekt weiter zu vertiefen sind. Dabei geht es im Wesentli-chen um Anpassungen und Ergänzungen des Umweltverträglichkeitsberichts, die Konkretisierung von Grundwasser-Begrenzungsmassnahmen auf Grundlage der Grundwassermodellierungen und den Autobahnlärm. Weiter sollen nochmals der Baustellenverkehr, das künftige Unterhaltskonzept, die Besucherlenkung, der Projektperimeter (Sanierung Dämme, Miteinbezug Amphibienschutzge-biete) und der Schutzstatus geklärt werden.

Weitere Schritte

Im Zuge des weiteren Projektablaufs werden die Fragestellungen abgeklärt. Die Projektleitung rech-net mit einer Bearbeitungszeit von rund einem Jahr. Dank den Stellungnahmen aus der Vorprüfung kann der Umfang der Bearbeitung auf das Wesentliche konzentriert werden. Der Lenkungsausschuss zeigt sich entschlossen, dass mit den weiteren zu vertiefenden Untersuchungen die relevan-ten Fragestellungen im Rahmen der nächsten Projektphase abgeklärt und mögliche Projektrisiken weiter minimiert werden können. Der Ausschuss hält daher am gesteckten Zeitplan mit einem mög-lichen Start der Umsetzung im Winter 2024/25 weiterhin fest.
Die Aufweitung Maienfeld / Bad Ragaz ist eines der ersten Projekte aus dem Entwicklungskonzept Alpenrhein (EKA) der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA), welches in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. Das Entwicklungskonzept Alpenrhein ist ein schutzwasserwirtschaftlich motiviertes Projekt. Vor al-lem die Bewohner und die sehr hohen Sachwerte der Region sollen vor extremen Hochwasserer-eignissen geschützt werden.

(pd/red)

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