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Andy Schwendener hat langjährige Erfahrung im Automobilbereich. Seit Anfang 2020 ist er als Fahrlehrer unterwegs. Auch spezialisiert für Kontrollfahrten mit handicapierten Menschen. (Foto: ZVG)
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Region|18.06.2021

Die Fahrschule für Alle

Vor allem wer gerade erst volljährig geworden ist, hat meistens ein bestimmtes Ziel vor Augen: Endlich Autofahren. Doch erst muss jeder eine Fahrschule absolvieren. Einer, der den Jungen die Fertigkeiten beibringt, ist Andy Schwendener.

Andy Schwendener hat langjährige Erfahrung im Automobilbereich. Seit Anfang 2020 ist er als Fahrlehrer unterwegs. Auch spezialisiert für Kontrollfahrten mit handicapierten Menschen. (Foto: ZVG)

Vor allem wer gerade erst volljährig geworden ist, hat meistens ein bestimmtes Ziel vor Augen: Endlich Autofahren. Doch erst muss jeder eine Fahrschule absolvieren. Einer, der den Jungen die Fertigkeiten beibringt, ist Andy Schwendener.

Bei ihm sind nicht nur die Neulenker in guten Händen, sondern auch Menschen mit Handicap, die eine besondere Kontrollfahrt ablegen müssen. Nach einer Lehre zum Automechaniker und einer Weiterbildung zum technischen Kaufmann bildete sich Andy Schwendener zum Automobildiagnostiker weiter. Danach arbeitete er als Verkehrsexperte beim Strassenverkehrsamt Mels. In dieser Zeit durfte er neben seinen Erfahrungen in allen Führerkategorien einiges lernen und erleben. Den Wunsch, Fahrlehrer zu werden, hatte er schon früh. Allerdings habe es damals finanziell einfach nicht gereicht: «Ich habe dann einen anderen Weg eingeschlagen. Die technische Seite war günstiger. Deshalb habe ich die Ausbildung zum Diagnostiker gemacht.»

Vor gut zwei Jahren wagte Schwendener dann den Schritt in die Selbstständigkeit und steht nun sozusagen auf der anderen Seite. «Mein Vorteil ist, dass ich beide Seiten kenne. Die des Verkehrsexperten und nun auch die des Fahrlehrers. So kann ich meine Schüler optimal auf ihre Kontrollfahrt vorbereiten», sagt Schwendener.

Mehr als nur Neulenker

Die meisten Fahrlehrer sind für Neulenker ausgebildet, doch Andy Schwendener betreut alle: Alte Menschen, Personen mit medizinischer Beeinträchtigung oder auch Ausländer, die in der Schweiz fahren wollen. Er hilft auch handicapierten Menschen, für die das Auto angepasst werden muss. «Mit einem umgebauten Auto zu fahren, ist komplett anders. Dafür muss die Person eine Kontrollfahrt ablegen », sagt Schwendener. Dafür brauche es viel Wissen. Da Schwendener all diese Bereiche bei der MFK prüfte, weiss er, was es alles braucht. «Es beginnt schon beim Antragsformular: Was muss alles ausgefüllt und im Vorhinein erledigt werden, bis zur praktischen Prüfung?» Oft komme es vor, dass betroffene Menschen Einladungen – beispielsweise vom Amt – erhalten, aber nicht wissen, was auf sie zukommt. Im oberen Rheintal sei Schwendener der einzige Fahrlehrer mit diesen Kenntnissen. Dies bedauert er. Es brauche mehr Fahrlehrer, die diesen Bereich abdecken. «Zu mir kommen verschiedene Menschen. Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch MS-, Kopfverletzungs- oder Hirnschlagpatienten. Das Spektrum ist sehr gross», erklärt Schwendener. «Eine Krankheit kann sich im Laufe der Jahre verändern. Das ist keine abgeschlossene Sache. Hat sich der Verlauf verschlechtert, ist die Person in einem anderen Zustand und muss wieder eine Kontrollfahrt ablegen », fährt er fort. Schwendener ist dies ein grosses Anliegen. Er will genau diese Personengruppe beraten, bei Vorabklärungen unterstützen, Übungsfahrten durchführen und, wenn gewünscht, sie auch an die Prüfungsfahrt begleiten. Die Ausbildung sei bei allen die gleiche. Damit aber auch handicapierte Menschen Fahrstunden nehmen können, sollte ein Fahrlehrer Weiterbildungen besuchen. Die Fahrlehrer müssten viele Eigenschaften an den Tag bringen; sei es Geduld oder die Fähigkeit, Informationen sachgerecht und praxisnah weiterzugeben. «An diesem Beruf liebe ich einerseits die Technik, andererseits die Arbeit mit den Menschen. Ich bin auch ein Autofan, aber im Vordergrund stehen klar die Menschen. Ich kann ihnen helfen und freue mich jedes Mal, wenn wieder jemand die Autoprüfung besteht», sagt Schwendener.

Erfahrschule – Das Wortspiel

Jede Firma braucht ihren Namen. Am besten einen, den die Menschen nicht so schnell vergessen. Schwendener hat sich dabei Gedanken gemacht und kann sich und seine Erfahrung darin mehr als nur wiederfinden. «Die Bedeutung ist sicherlich auf meine Erfahrung zurückzuführen, die ich im Bereich Fahrschule, Automobil, Automechaniker, Automobildiagnostiker, aber auch seitens MFK habe. Zudem muss jeder Erfahrung im Autofahren sammeln, der den Scheck will», erklärt Schwendener. Somit bringt er seine Erfahrung mit, während seine Fahrschüler ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Dies erklärt den Firmennamen «Erfahrschule Andy Schwendener ».

www.erfahrschule.ch

(um)

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