Volksblatt Werbung
(Foto: ZVG)
Vermischtes
Region|07.09.2021 (Aktualisiert am 07.09.21 16:04)

«Lukashaus»-Geschichte an Ausstellung erleben

Das Lukashaus in Grabs feiert dieses Jahr sein 175-jähriges Bestehen. An einer Ausstellung in «dr Gass» in Buchs kann bis am kommenden Samstag die Entwicklungsgeschichte des Hauses verbunden mit einem Blick auf die Weltgeschichte mit verschiedenen Sinnen erlebt werden.

(Foto: ZVG)

Das Lukashaus in Grabs feiert dieses Jahr sein 175-jähriges Bestehen. An einer Ausstellung in «dr Gass» in Buchs kann bis am kommenden Samstag die Entwicklungsgeschichte des Hauses verbunden mit einem Blick auf die Weltgeschichte mit verschiedenen Sinnen erlebt werden.

Ursprünglich wollte sich das Lukashaus anlässlich des Jubiläums in einer Sonderausstellung an der Gewerbemesse Wiga in Buchs präsentieren. Auf Grund der aktuellen Pandemielage mussten die Veranstalter die Gewerbeschau bekanntlich absagen. Die «Lukashaus»-Sonderschau findet in leicht angepasster Form vom 6. bis 11. September trotzdem statt. Für die Durchführung hat das Lukashaus an der Bahnhofstrasse in «dr Gass» Gastrecht erhalten. Lukashaus-Geschäftsleiter Hubert Hürlimann freut sich über die gelungene Ausstellung: «Uns ist es ein grosses Anliegen unsere Arbeit und unsere Geschichte einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Mit der Ausstellung an der gut frequentierten Bahnhofstrasse und dank der Unterstützung aller Beteiligten können wir Interessierten die Möglichkeit bieten, auf eine etwas andere Art unseren 175. Geburtstag zu erleben.» Die Ausstellung zum Jubiläum des Lukashauses ist als Wahrnehmungsparcour gestaltet, auf den sich die Besuchenden einlassen dürfen.

Halt als zentrales Element

Ziel der Jubiläumsausstellung ist es, das Interesse der Bevölkerung für die Arbeit des Lukashauses über das sinnliche Erlebnis zu wecken. Das Lukashaus ist eine Institution, die Menschen mit besonderen Bedürfnissen ein Zuhause, einen Arbeitsplatz und letztlich Sicherheit und Halt bietet. «Gerade die aktuelle Geschichte zeigt uns auf, dass wir Halt suchen. Halt durch Gesetze, Regeln, Vorschriften und Normen. Doch Halt gibt uns unsere Haltung. Sie wird heute leider mehr und mehr vergessen», erklärt Lukashaus-Geschäftsleiter Hubert Hürlimann. Damit spannt er den Bogen in die Vergangenheit: «Das was wir heute Erziehung und Bildung nennen, gab es früher nicht für alle Kinder. Erst in der Zeit der französischen Revolution und einer freiheitlichen, freisinnigen Haltung war Erziehung und freie Bildung ein Thema der Gesamtgesellschaft und nicht bloss des Adels.»

Frauen haben Grosses geleistet

In der Jubiläums-Ausstellung werden mehrheitlich Frauen-Persönlichkeiten genannt, die für ihre Zeit Grosses geleistet haben, neue Ideen notierten, neue Formen der haltgebenden Erziehung oder des Rechts formulierten und umsetzten. «Wir stehen und standen im Spannungsfeld von Sicherheit und Freiheit. Wenn wir zu viel Sicherheit haben, fühlen wir uns überbehütet, bei zu wenig folgt die Angst», weiss Hubert Hürlimann und führt weiter aus, «bei zu wenig Freiheit beginnen wir Menschen zu rebellieren und möchten Grenzen sprengen. Haltgebende Strukturen lernten wir durch Erziehung von unseren Eltern, Lehrpersonen und Persönlichkeiten aus dem Umfeld. Halt gibt uns unsere Erfahrung, das Wissen was wir können, Kolleginnen und Kollegen, Rituale und vielleicht der Glaube an die Schöpfung.» Die Suche der Balance zwischen Freiheit, Regeln und Halt ist ein tägliches Thema. In der Familie, aber auch im Lukashaus. Die Ausstellung soll entsprechend zum Nachdenken anregen und die Bedeutung des Lukashauses in den vergangenen 175 Jahren aufzeigen, sowie auf deren Veränderung und den Wandel der Gesellschaft aufzeigen.

(pd)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Artikel teilen

Nächster Artikel
Vermischtes
Region|19.11.2021 (Aktualisiert am 22.11.21 08:10)
20 Jahre Harry Potter
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2017, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung