Volksblatt Werbung
(Foto: ZVG)
Crime
Region|22.10.2021

Kolumne: Prominente für Betrug missbraucht

Ob DJ Bobo, Gölä, Roger Federer, Robert Geiss oder neu auch der Bundesrat Ueli Maurer, all diese Prominente wurden bisher von Betrügern als falsche Referenz für ominöse Werbeanzeigen und Artikeln missbraucht.

(Foto: ZVG)

Ob DJ Bobo, Gölä, Roger Federer, Robert Geiss oder neu auch der Bundesrat Ueli Maurer, all diese Prominente wurden bisher von Betrügern als falsche Referenz für ominöse Werbeanzeigen und Artikeln missbraucht.

So manches Investment wurde bereits dank der Prominenten Köpfen getätigt und so manches Bankkonto geplündert. Aktuell scheinen die Online-Fallen der Betrügerbanden im Internet besonders breit gestreut zu sein. Immer wieder erscheinen auf unterschiedlichsten Foren, Social-Media-Kanälen und manchmal sogar in Zeitungen selbst, neue Anzeigen, bei denen Prominente für Investitionen werben. Oft werden vonseiten der Promis zwar Strafanzeigen erhoben, doch verlaufen diese ebenso im Sand, wie die späteren Ermittlungen gegen die Täterschaft. Erst vor Kurzem wurde der Bundesrat Ueli Maurer einmal mehr im Ausland als Aushängeschild für Investments missbraucht. Es kursieren bis heute Anzeigen, welche davon berichten, dass Maurer erfolgreich in Kryptowährungen investiert habe und er es auch allen anderen raten würde. Ein Paradebeispiel ist der Artikel «Der Ueli-Maurer- Skandal – Das hat die Welt verrückt gemacht und die Banken haben Angst.» Klickt man auf die Schlagzeile gelangt man auf eine Website, die einem optisch glauben lässt, man sei auf der Website des Schweizer Fernsehens angelangt. Im Artikel wird dann von Maurers anfänglicher Skepsis gegenüber der Kryptowährungen berichtet, doch sei er dann von einem Freund, der unglaubliche Gewinne mit den Kryptowährungen erzielt habe, eines Besseren belehrt worden. Bereits im Mai 2020 wurde vonseiten Rechtdienstes des EFD eine Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft bezüglich versuchten Betruges eingereicht. Die Ermittlungen waren bisher erfolglos. Auch die neusten Vorfälle, werden zwar zur alten Ermittlungsakte hinzugefügt, doch das Resultat dürfte auch hier gleich ausfallen. Eine Welle von betrügerischen Anzeigen, die so manche Bürgerin und so manchen Bürger ins Verderben, respektive direkt in die Fänge der Betrüger locken wird. Ob es wieder dieselben Betrüger sind wie im letzten Jahr, ist unklar, doch was klar ist, die nächste Welle wird nicht lange auf sich warten lassen. Solange die Betrüger so glimpflich davonkommen, die Gewinne so hoch und die Erfolgsquote bei den Ermittlungen so niedrig ist, werden die Betrüger sich eher ausbreiten als sich zurückziehen.

(smc)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Artikel teilen

Nächster Artikel
Vermischtes
Region|22.10.2021
Mario Caligari: «Golf, Sport und Passion fürs Leben»
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2017, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung