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Auto
Schweiz|17.01.2020

Neulenker können sich freuen

Ab diesem Jahr gibt es zu den obligatorischen Autokursen in der Schweiz eine neue Regelung: Anstatt zwei Tage muss man ihn nur noch einen Tag besuchen und zahlt zudem weniger.

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Ab diesem Jahr gibt es zu den obligatorischen Autokursen in der Schweiz eine neue Regelung: Anstatt zwei Tage muss man ihn nur noch einen Tag besuchen und zahlt zudem weniger.

Jeder Schweizer Neulenker musste nach seiner bestandenen Fahrprüfung innerhalb der drei Jahre den 2-Phasenkurs besuchen. Das gehört nun der Vergangenheit an. In Zukunft steht nur noch ein Tag an und dafür muss man auch nicht mehr so tief in die Tasche greifen. Laut Jürg Roffler vom Driving Center Sennwald werden beim eintägigen Fachkurs wichtige Themen besprochen und ausprobiert. Die fahrphysikalischen Zusammenhänge der Bremsen erkennen und akzeptieren. Die Gefahren von falschem Bremsen erleben. Die richtige Bedienung eines Fahrzeugs bei einer Bremsung mit und ohne ABS und moderner Fahrzeugelektronik. Bewusst sicheres Abstandverhalten bilden und Strategien für einen sicheren Mindestabstand entwickeln. Erkennen der richtigen Geschwindigkeit für eine sichere Kurvenfahrt – auch bei schlechten Verhältnissen. Auch die wirtschaftliche und umweltbewusste Fahrtechnik wird geübt. Lange schon wurde über die obligatorischen Fahrkurse diskutiert, nun hat der Bundesrat eben entschieden, dass in Zukunft nur noch ein Tag Pflicht ist. Neu sei aber, dass man den Kurs innerhalb eines Jahres nach der Fahrprüfung ablegen muss, sagt Roffler: «Wer dies nicht macht, wird gebüsst. Das ist aber je nach Kanton unterschiedlich geregelt.» Bis anhin zahlte man pro Kurstag gut 400 Franken. Neu bezahlt man im Kanton St. Gallen 370 Franken und hat es hinter sich. Mit den Kursgeldern werde grösstenteils in die Infrastruktur investiert und die Löhne der Moderatoren bezahlt. Die Preise seien aber auch von Kanton zu Kanton anders.

Die Rechtfertigung für die Kurse

Immer wieder hört man «Warum müssen wir den Kurs besuchen?» Doch gute Gründe liegen vor: «Der Bundesrat hat entschieden, dass die Kursteilnehmenden schwerpunktmässig in die Lage versetzt werden müssen, eine sichere Notbremsung durchzuführen sowie Grundsätze einer umweltschonenden und energieeffizienten Fahrweise anzuwenden», erklärt Roffler. Im Übrigen sollen die Kenntnisse der Kursteilnehmenden über die wesentlichen Einflussfaktoren von Unfällen durch Fahrsituationen unter realitätsnahen Bedingungen gefördert werden (Themen wie «Bremsen», «Umwelt», «Abstand», «Kurven», «Ablenkung»).

(um)

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