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Nach «The Voice of Switzerland» bleibt Mary Vogel musikalisch. Sie ist bei «The BShakers » Frontsängerin. (Foto: Sascha Michael Campi)
Kultur
Schweiz|03.07.2020

Mary Vogel – Sängerin aus Leidenschaft

In diesem Jahr lief die dritte Staffel von «The Voice of Switzerland». Diese Staffel überraschte durch eine sympathische Jury. Namentlich bestehend aus Anna Rossinelli, DJ Antoine, den Büetzer Buebe (Gölä und Trauffer) und Noah Veraguth, aber auch durch eine coronabedingte Einzigartigkeit.

Nach «The Voice of Switzerland» bleibt Mary Vogel musikalisch. Sie ist bei «The BShakers » Frontsängerin. (Foto: Sascha Michael Campi)

In diesem Jahr lief die dritte Staffel von «The Voice of Switzerland». Diese Staffel überraschte durch eine sympathische Jury. Namentlich bestehend aus Anna Rossinelli, DJ Antoine, den Büetzer Buebe (Gölä und Trauffer) und Noah Veraguth, aber auch durch eine coronabedingte Einzigartigkeit.

Noch während des Drehs der laufenden Staffel brach die Coronakrise aus. Die Liveshows und das Finale mussten daher improvisiert werden. Für die Finalsendung hagelte es am Ende von allen Seiten harsche Kritik. Eine der Finalisten war Mary Vogel, die Rockabilly- Sängerin aus Dürenäsch. Rückblickend beschreibt sie das Finale als ziemliches Chaos. «Zuerst wollte der Fernsehsender von uns Finalisten, dass wir unsere Auftritte eigenständig zu Hause aufnehmen, sogar Aufnahmen mit dem Smartphone war eine Option. Damit waren wir Finalisten allerdings nicht einverstanden », erzählt Mary schulterzuckend. Der Fernsehsender 3Plus zeigte Verständnis und schickte jedem Finalisten zwei Mitarbeiter vorbei. Je einen Tontechniker und einen Kameramann. «Man hatte vorgängig stets von einer Liveschaltung zu den Finalisten nach Hause gesprochen, doch am Ende kam es anders. Wenn man sich meinen Auftritt ansieht, der um 21 Uhr ausgestrahlt wurde, erkennt man auf der Seite am Dachfenster deutlich, dass die Sonne schien, denn die Aufnahme wurde schon am Nachmittag gedreht. » Ebenso aussergewöhnlich bei dem Final war der Umstand, dass die Finalisten ihre Aufnahmen wiederholen konnten, bis sie damit zufrieden waren, auch das sind grundsätzlich andere Voraussetzungen als gewohnt, hat man sonst ja lediglich eine einzige Chance, sich auf der Bühne vor Publikum unter Finaldruck zu beweisen. Doch nicht nur der Fernsehsender musste durch Corona einstecken, sondern auch die Finalisten. Auftritte, Interviews und Konzerte konnten nach der Finalsendung keine durchgeführt werden und das in der für die Finalisten wichtigsten Zeit. Mary Vogel, die das Finale nicht gewinnen konnte, geht trotzdem ihren Weg. Als Kind war Mary ein grosser Kelly-Family-Fan Inspiriert von ihren Vorbildern, wirkte sie auch im Schulchor mit. Mit zwanzig fand sie die Rockabilly- Musik und kurze Zeit später, beim Besuch einer Jamsession in einer Bar fiel ihre aussergewöhn liche Stimme einem Gitarristen auf. Dieser bat im Publikum um Ruhe, um Marys Stimme noch einmal einzeln zu hören. Dank des Gitarristen folgte der professionelle Einstieg in die Musikbranche. «Ich befinde mich schon lange in dieser Branche, jedoch ohne Illusionen. Sechzig Prozent arbeite ich als Bürofachfrau. Von der Musik allein – ohne einen Plan B – zu leben , das wäre nichts für mich, denn ich bin ein Mensch, der Sicherheit braucht.» Marys Sohn Silas, der während des Interviews neben ihr sitzt, bestätigt mir: «Mami hat viel Zeit für mich und auch ich mag die Rockabilly- Musik.» Silas’ Stolz auf seine Mutter ist unüberhörbar, so mag es auch nicht erstaunen, dass er während der Finalsendung weit über zweihundert Mal für seine Mutter angerufen hatte, was dann erst in der Telefonrechnung vom April herauskam. Auf die Frage, ob ihn das Singen selbst interessiere, meinte er gelassen: «In der Schule zwingen sie uns immer zum Volksmusik- Singen, da schleiche ich mich immer auf die Toilette. Erst wenn es in Richtung Rock-Musik geht, singe ich motiviert mit.» Trotz Finalchaos und Coronakrise: Marys musikalischer Weg geht weiter. Kurz vor ihrer Teilnahme in der Castingshow hatte sie sich bei der Band «The B-Shakers» beworben. Die Band suchte dringend einen neuen Sänger. «Zuerst wollte ich mich nicht bewerben, da die Band einen Mann suchte, doch mein Ehemann hat mich ermutigt und Gott sei Dank hat er das, denn heute bin ich die Sängerin der BShakers. » Die ersten Auftritte und Musikvideos sind bereits vollbracht und der Weg in eine vielversprechende musikalische Zukunft ist geöffnet.

(smc)

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