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Moritz A. Vieli, Roman Wilhelm und Patrick Däscher (v.l.n.r.) veröffentlichen in diesem Jahr ihren ersten Mundartsong «Sunna». (Foto: ZVG)
Kultur
Schweiz|03.07.2020

Head Smashed liefern Sommersoundtrack

Die Bündner Band Head Smashed meldet sich mit neuer Single zurück. Zu ihrem Song «Sunna» gibt’s ausserdem, wie man es von ihnen kennt, einen ziemlich humorvollen Videoclip.

Moritz A. Vieli, Roman Wilhelm und Patrick Däscher (v.l.n.r.) veröffentlichen in diesem Jahr ihren ersten Mundartsong «Sunna». (Foto: ZVG)

Die Bündner Band Head Smashed meldet sich mit neuer Single zurück. Zu ihrem Song «Sunna» gibt’s ausserdem, wie man es von ihnen kennt, einen ziemlich humorvollen Videoclip.

Vor rund zwei Jahren feierten die drei Jungs im ausverkauften Kulturhaus Chur die Veröffentlichung ihres zweiten Albums «President Nathaniel». Seit diesem Moment ist einiges passiert, wie Vieli schmunzelnd sagt. «Patrick ist Vater eines kleinen Punks geworden, Ro hat nur noch drei Saiten an seiner Gitarre, und ich habe endlich Haare auf der Brust. Musikalisch gesehen haben wir gefühlt 200 neue Song-Entwürfe produziert.» Aus einem dieser Entwürfe ist das Lied «Sunna» entstanden. Dieses ist der erste Mundartsong der Band überhaupt. Sie seien durchaus auf den Geschmack gekommen. «Live haben wir manchmal bereits Songs in Mundart gespielt. Es ist aber tatsächlich der erste Track, der es auf einen Tonträger (oder heutzutage in die Cloud) schafft. Ja klar, für die Zukunft ist das durchaus auch eine Option.»

Der Schlager der Rockmusik

Egal ob in Mundart oder in englischer Sprache, Head Smashed stehe seit Jahren für ihre Ideale ein. «Es muss live rocken, es muss rocken, und rocken muss es!» Head Smashed tut dies seit bald 10 Jahren mit ihrem typischen Pop-Punk. Dieses Genre geniesst in der Ostschweiz eine enorme Popularität, was auch ein wenig das Verdienst des Trios ist. Moritz A. Vieli weiss genau, wieso diese Musik so gut ankommt beim Publikum. «Pop-Punk ist der Schlager der Rockmusik: Melodien, die man leicht mitsingen kann, maximal drei Akkorde pro Song und einfache Texte. Ich mag mich noch an meine Zeit in der Jugendmusik erinnern. Da hatte ich eine Erleuchtung beim Spielen von ‹Rivers of Babylon› von Boney M. Das Stück ist so unglaublich einfach, macht aber wirklich Laune. Da wusste ich, dass ich diese Art des Musizierens mag.»

Nächstes Jahr haben sie Jubiläum

Der Bassist, der in Liechtenstein bei einer Bank als Informatiker tätig ist, ist vor Kurzem ins Prättigau gezügelt. «Die Devise war: ‹Alles, nur nicht weg von Graubünden!› Aus mir unerfindlichen Gründen haben alle das Gefühl, Grüsch sei ein Schattenloch. Die Trauben an unserer Hauswand und ich interessieren uns nicht dafür. Wir fühlen uns sehr wohl.» Auch sonst ist Vieli zufrieden mit dem Sound von Head Smashed, der zwar einfach, aber auch immer direkt aus dem Bauch käme. «Ich bin eher auf der fauleren Seite der Musiker. Jede Band soll es so handhaben, wie es für sie am besten passt. Head Smashed ist eher zurückhaltend, was die Proben betrifft, und hier hat uns die Pandemie wirklich in die Karten gespielt. Auf der anderen Seite hatten wir diese Woche wieder unsere erste Probe und Ros In-Ears sind dabei kaputt gegangen. Das war vielleicht ein Zeichen!» Dass sie vielleicht in Kürze wieder ein wenig aktiver im Proberaum werden, könnte daran liegen, dass sie im nächsten Jahr ihr 10-Jahr-Bandjubiläum feiern. Den Erfolg ihrer Langlebigkeit vergleicht Vieli mit einer guten Beziehung. «Wir verfolgen in etwa dieselben Ziele, legen einen hohen Wert auf eine offene Kommunikation und der Sex darf nicht vernachlässigt werden. Der Sex mit dem Instrument in unserem Falle natürlich. Im übertragenen Sinne. Du weisst, was ich meine.»

(red)

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