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(Foto: Nadja Zikes)
Lifestyle
Schweiz|20.12.2019

Mit Pinsel, Charme und Hut

Nadja Zikes hat sich mit ihren Kunstwerken in den letzten Jahren international einen Namen gemacht. Immer mehr wird man nun auch in der Schweiz auf ihre wunderbaren Kunstwerke aufmerksam.

(Foto: Nadja Zikes)

Nadja Zikes hat sich mit ihren Kunstwerken in den letzten Jahren international einen Namen gemacht. Immer mehr wird man nun auch in der Schweiz auf ihre wunderbaren Kunstwerke aufmerksam.

In ihren Anfängen musste sich Nadja Zikes oft zwischen Brot und Farbe entscheiden, da das Geld sehr rar war. Ihre Wahl traf immer wieder die Farbe. Der kommerzielle Erfolg war für Zikes nie ein Antrieb, sondern es war ihr von Anfang ein Anliegen, mit ihren Bildern eine Geschichte zu erzählen. «Techniken kann man lernen, aber die Leidenschaft muss in einem selbst brennen», so Zikes über das Geheimnis des Erfolges in der Kunstszene. Bis heute wird Zikes von ihrer eigenen Kunst beeinflusst.

Durch die Malerei habe sie gelernt, mehr zu sehen, mehr zu verstehen und tiefer in das Leben zu blicken. Durch ihr Schaffen sei sie auch sensibler geworden. Im Alltag liesse sie sich auch nicht mehr so einfach von Worten blenden. Zikes beobachtet die Blicke, Gesten und Taten ihres Gegenübers, um sich ein Bild zu machen. Seit dem Moment, als Zikes mit ihrer Kunst gutes Geld zu verdienen begann, hat sie damit begonnen, sich intensiv für wohltätige Zwecke einzusetzen. Zikes weiss durch ihre jahrelange Tätigkeit für die Organisation Friedensdorf International, dass nicht alles, was wir als selbstverständlich erachten, auch selbstverständlich ist. Ob Bildung, medizinische Versorgung, Nahrung oder sauberes Trinkwasser, Zikes hat viele Kinder kennengelernt, die vieles davon in ihrer Heimat nur in geringem Masse oder sogar gar nicht erhalten haben. «Es ist die Pflicht aller, denen es gut geht, sich zu engagieren», bekräftigt Zikes ihre Motivation.

Frauen im Mittelpunkt

Nebst Friedensdorf International ist Zikes auch für UNICEF und andere Wohltätigkeitsinstitutionen im Einsatz. Auffallend in den Bildern von Zikes ist die Frauenpräsenz. Denn auf einem Grossteil ihrer Werke steht eine Frau im Mittelpunkt. «In der Tat dominieren Frauen viele meiner Bilder und das ist natürlich kein Zufall. Für mich sind Frauen etwas Besonderes; sie sind das Zentrum des Lebens und der Gesellschaft. Meine Frauenfiguren oder Porträts zeigen Bildnisse von Frauen ohne klaren Hintergrund. Ihre Emotionen sind nicht offensichtlich, nicht eindeutig. Sie geben Rätsel auf. Der Betrachter kann seine eigenen Gedanken und Gefühle auf sie projizieren.» Eine weitere Auffälligkeit befindet sich auf dem Kopf der Künstlerin: ein schwarzer Hut. Was einst als modische Ergänzung gedient hat, wurde mittlerweile zu ihrem Markenzeichen. «Ja, das stimmt, ich trage ihn oft, aber gerade so oft auch nicht. Doch selbst wenn ich ihn nicht trage, ist er mittlerweile immer bei mir.

Die Bilder sind überall

«Er behütet mich, wo immer ich auch bin.» Der Lebensmittelpunkt der Künstlerin befindet sich in Deutschland. Ihre Bilder hängen in unzähligen öffentlichen und privaten Sammlungen und mittlerweile sogar im slowenischen Parlament. Im Januar des nächsten Jahres stellt Zikes ihre Bilder im Heimatmuseum Reinach aus, im März in Barcelona und im September am Yachthafen von Monte-Carlo. Weitere internationale Ausstellungen kommen noch hinzu. «Heimat ist für mich kein einzelnes Land, sondern Europa. Ich setze mich, wo ich nur kann, für ein starkes Europa ein und wenn ich mit meiner Kunst nur schon ein kleines Stück dazu beitragen kann, dass Grenzen überwunden werden und man gegenseitig ins Gespräch kommt, so war ich auch in dieser Hinsicht erfolgreich.» Müsste Zikes einer ihrer eigenen Bilder als Lieblingsbild bezeichnen, so wäre es das Werk «Freiheit».

(smc)

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