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(Fotos: SSI)
Unterwegs
Schweiz|14.10.2019

Eine Reise in die vierte Sprachregion

Im Engadin spricht man nicht nur eine wunderschöne Sprache, sondern auch sonst hat die Region in Graubünden einiges zu bieten. Gut riechende Wälder, klare Bergbäche und Seen sowie Orte, an denen man sich wie in einer gemalten Filmkulisse fühlt.

(Fotos: SSI)

Im Engadin spricht man nicht nur eine wunderschöne Sprache, sondern auch sonst hat die Region in Graubünden einiges zu bieten. Gut riechende Wälder, klare Bergbäche und Seen sowie Orte, an denen man sich wie in einer gemalten Filmkulisse fühlt.

In seiner Geschichte hat das Engadin bereits viele Künstler, Dichter und Denker inspiriert. So bietet es nebst heimeliger Gastfreundschaft und regionalen Leckerbissen auch fantastische Aussichten und einen ganzen Fächer an Aktivitäten, die zum Entspannen und Träumen einladen. Sanft und ruhig liegt er da, der See Lej da Staz und spiegelt seine umliegende Landschaft wider. Zwar ist im Herbst die Temperatur schon etwas kühler fürs Baden, doch gegen das Spazieren oder Grillen am Ufer ist nichts einzuwenden. Man sollte sich einfach etwas wärmer anziehen und die Landschaft geniessen. Den See kann man von St. Moritz aus zu Fuss erreichen oder man nimmt ganz gemütlich in einer Pferdekutsche Platz und lässt sich dahin chauffieren. Eine kleine Märchengeschichte, wenn man mit der Kutsche an den duftenden Arven-Bäumen vorbei zum See gezogen wird. Nächster Ausflugspunkt, die Spuren von Dichtern und Denkern verfolgen. In der kleinen, aber herzigen Ortschaft Sils, zwischen dem Silser- und Silvaplanersee sind schon viele bekannte Autoren und Philosophen herumgeschlendert. Friedrich Nietzsche schuf hier eines seiner wichtigsten Werke und auch Herman Hesse war ein oft gesehener Gast. In diese Themen tauchen die Dorfführungen ab, danach macht man sich auf den Weg zur Halbinsel Chastè, die wie ein Finger 300 Meter ins Blau des Silsersees hinausragt. Ist man in der Mitte des Sees, so erlebt man einen einzigartigen Lichtzauber, bei dem spürbar wird, weshalb dieser Ort schon so viele in seinen Bann gezogen hat. Und weiter geht’s: Mili Weber ist vor allem bekannt für ihre leiblichen Blumenkinder, mit denen sie im Kleinen eine eigene Welt erschuf. Die Bielerin lebte und arbeitete von 1917 bis zu ihrem Tod im Jahr 1978 im Engadin. In ihrem Haus in St. Moritz bemalte sie Decken, Wände und Möbel mit bunten Blumen und Tieren und verwandelte das Haus in ein märchenhaftes Gesamtkunstwerk. Heute noch kann man das kleine Häuschen am Waldrand mit einer Führung besuchen und in die farbenfrohe Welt der Malerin eintauchen. Zum Schluss wird empfohlen, mit einem feinen und typischen Engadiner Menü den Tag ausklingen zu lassen. Bündnerfleisch mit Wein zum Apéro, dann einen feinen Capuns und zum Dessert eine Nusstorte mit einer Kugel Eis.

(um)

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