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Littering ist ein globales Problem. Dafür muss man nicht nur im Ozean Abfall suchen, Littering beginnt meist bereits vor der Haustüre. Seit Corona liegen auch vermehrt Schutzmasken herum. (Foto: Shutterstock)
Vermischtes
Schweiz|18.12.2020

Im Januar wollen die Abfalljäger Buchs loslegen

Littering ist ein globales Problem, damit dem entgegengewirkt werden kann, müsse man klein anfangen. Die Buchserin Pia Zurbrügg will das in die Hand nehmen und gründet im Januar den Verein Abfalljäger Buchs.

Littering ist ein globales Problem. Dafür muss man nicht nur im Ozean Abfall suchen, Littering beginnt meist bereits vor der Haustüre. Seit Corona liegen auch vermehrt Schutzmasken herum. (Foto: Shutterstock)

Littering ist ein globales Problem, damit dem entgegengewirkt werden kann, müsse man klein anfangen. Die Buchserin Pia Zurbrügg will das in die Hand nehmen und gründet im Januar den Verein Abfalljäger Buchs.

Am letzten Freitag konnten Interessierte bei der Informationsveranstaltung im Nebensaal vom Buchserhof einer Präsentation von Zurbrügg lauschen und mehr über den geplanten Verein und das globale Problem Littering erfahren.

Dosen, PET-Flaschen, Fast-Food- Verpackungen und seit diesem Jahr auch viele Schutzmasken säumen unsere Wege sowie Bachborte und schmücken Wiesen und Parks. Es ist schon länger mehr als nur eine Handvoll. Obwohl genügend Mülleimer in der Öffentlichkeit stehen, ist Littering ein grosses Problem. «In der Schweiz werden jährlich 200 Millionen Franken für die Reinigungskosten von Littering ausgegeben, 75 Prozent fallen im öffentlichen Raum von Städten und Gemeinden an, 25 Prozent im öffentlichen Verkehr. Zusätzlich entstehen hohe Kosten für Präventionsmassnahmen und Sensibilisierungskampagnen», erzählt Zurbrügg.

15 Personen sammelten innerhalb von zwei Stunden im Gebiet von der Bahnhofstrasse bis Kreuzgasse, Schulhausstrasse und Heldaustrasse 32 Kilogramm Müll ein. Davon 18 Glasflaschen, 37 PET-Flaschen, 68 Dosen und je ein Sack Altpapier und Karton und nebenbei noch ein Raclette-Ofen. Erschreckende Zahlen, für so ein kleines Gebiet. Somit ist für Zurbrügg klar: «Ein Bedarf zur Handlung ist definitiv vorhanden.» Wie in vielen Kantonen ist auch in St. Gallen Littering strafbar. Die Strafprozessverordnung des Kantons St. Gallen sieht für das Wegwerfen oder Zurücklassen von einzelnen oder mehreren Kleinabfällen eine Busse von 50, respektive 200 Franken vor. Laut Zurbrügg komme die Polizei diesen Delikten aber zu wenig nach. Muss in Zukunft mit härteren Strafen gerechnet werden, damit Littering weniger wird, oder genügt ein «Sensibilisieren» wie von Zurbrügg anvisiert ?

Ziel der Abfalljäger

Buchs Sie wollen dem Littering aktiv entgegenwirken, indem gemeinsam in der Natur Abfall gesammelt wird. Zudem soll es in Zukunft auch Vorträge und Veranstaltungen zum Thema Littering geben. Ziel wäre, dass die Stadt Buchs das «No-Littering-Label» bekommt. Dafür will der Verein Abfalljäger Buchs auch beim Stadtrat vorsprechen. Und mit der IG Saubere Umwelt soll eine Zusammenarbeit entstehen, der Verein Abfalljäger Buchs wird die Raumpatenschaft für Buchs übernehmen. Nebst dem, dass die Vereinsmitglieder ihren zugeordneten Raum sauber halten, soll auch zwei Mal im Monat gemeinsam Abfall gesammelt werden.

Aktive Mitglieder sollen kein Mitgliederbeitrag zahlen, Passivmitglieder bezahlen einen Jahresbeitrag von 50 Franken. Dank einer Zusammenarbeit mit der KVA Buchs können die Abfalljäger Buchs den gesammelten Müll kostenlos entsorgen.

Wie wird man Mitglied?

Melden können sich Interessierte bei der Präsidentin des Vereins, Pia Zurbrügg:

via Mail unter pf_zurbruegg@bluewin.ch

via Telefon, WhatsApp oder SMS unter 081 740 46 69 oder 078 865 40 88

via Facebook unter der Seite «Abfalljäger Buchs».

Die Gründungsversammlung soll im Januar stattfinden, aufgrund der aktuellen Situation wird sie aber sehr wahrscheinlich online stattfinden.

(um)

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